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Wir sind alle Griechen

Erklärung der Kommunistischen Partei Griechenlands zu den Auseinandersetzungen am Syntagma-Platz in Athen | Drucken |  E-Mail
Griechenland
Freitag, den 21. Oktober 2011 um 10:55 Uhr

Kommunistische Partei GriechenlandsDiesmal haben die mit besonderen Befehlen ausgestatteten organisierten Gruppen und anarchofaschistischen Gruppierungen einen Angriff mit Molotowcocktails, Tränengas, Blendgranaten und Steinen entfesselt, um die große Demonstration der Arbeiter und des Volkes auf dem Syntagma-Platz besonders dort, wo sich die PAME versammelt hatte, aufzulösen. Das Ergebnis dieses Angriffs war der Tod des 53-jährigen PAME-Gewerkschafters Dimitris Kotzaridis, Sekretär der Bauarbeitergewerkschaft im Stadtviertel Vironas. Zudem wurden Dutzende Demonstranten der PAME verletzt.

Der Haß der Vermummten gegen die Arbeiter- und Volksbewegung und die PAME spiegelt die Wut der Kräfte wider, die dem System und der Macht der Bourgeoisie dienen. Die Regierung trägt dafür eine große Verantwortung. Die Operation zur Einschüchterung, Verleumdung und Unterdrückung der Arbeiter- und Volksbewegung wurzelt in staatlichen Strukturen, Zentren und Diensten. Das hat die Geschichte gezeigt, und das zeigt auch dieser jüngste barbarische Mordangriff. Die Vermummten, die Anarcho-Autonomen, Faschisten oder wie auch immer sie sich nennen, haben es übernommen, das umzusetzen, was die Kräfte der Repression, ihre Erpressungen und Bedrohungen nicht erreichen konnten, um das Volk einzuschüchtern und niederzudrücken. Objektiv betrachtet zeigt sich, daß die selben Zentren die provokative mörderische Brandstiftung  in der  MARFIN-Bank am Tag der der Abstimmung über das Memorandum am 5. Mai 2010 durchgeführt haben.

Ihr Ziel, die Demonstration der PAME zu zerschlagen, ist gescheitert. In der selben Weise müssen die Pläne der Regierung, der Mechanismen des Systems, der Parteien der Plutokratie scheitern, die den Fluss des Gegenangriffs der Arbeiter und des Volkes, der sich beim 48-Stunden-Streik auf die Straßen ergossen hat, einschüchtern und unterdrücken wollen.

Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) drückt ihre Trauer und ihr Mitgefühl für die Familie von Dimitris Kotzardis aus, der im Kampf für die gerechte Sache der Arbeiterklasse und des Volkes gefallen ist. Sie erklärt ihre Solidarität mit den verletzten Demonstranten und mit allen, die die Arbeiter- und Volksdemonstration gegen die Gruppen von Provokateuren verteidigt haben. Sie ruft das Volk auf, noch entschlossener aufzustehen. Gemeinsam mit der KKE zu kämpfen, sich den Gewerkschaften, der PAME und den anderen radikalen Organisationen anzuschließen, die gegen die volksfeindliche Politik und gegen die Macht der Monopole kämpfen. Dies ist die Kraft der Opposition gegen die Parteien der Plutokratie, gegen die Europäische Union und den IWF. Dies ist die Kraft des Volkes um die barbarischen Maßnahmen, die Gewalt und die Einschüchterung jeder Art durch die Repressionsorgane zurückzuschlagen. Das Volk kann die volksfeindliche Politik und Macht stürzen.

Athen, 20. Oktober 2011
Pressestelle des ZK der KKE (Übersetzung aus dem Spanischen)

 

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Kommentare 

 
-1 #25 2013-03-03 19:21
lustig wie die 5. kolonne der faschisten mit uns "diskutieren" will.

http://www.youtube.com/watch?v=vLxzaVrz2oI

handlanger der polizei, arbeitermörder, ekelhaftes kriminelles gesindel kleinbürgerlich er schweine!

hoffentlich prügelt die PAME euch noch so richtig die scheiße aus euren schädeln!
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-1 #24 2011-10-25 01:28
Ihr wollt es diskutieren? Wir Antiautoritäre = Anarchisten = Autonome sind bereit.

Ort? Zeit?

(und wir kommen sogar ohne "Hassmasken"!)

Solidarische Grüsse
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0 #23 2011-10-24 01:32
Erich Mühsam war 25 - 29 in der roten Hilfe und wird auch bei Kommunisten hochgeschätzt, deshalb dann auch mal rot, aber Ausnahme...

Das "contrainfo" ist ein politisches Übersetzungspor tal und da geht manches durcheinander. Im griechischen oft "Anarchistische" Gruppen = Autonome = Antiautoritäre (wie erklärt) haben sich eine Schlacht mit dem PAME - Ordnungsdienst geliefert...

"Den Plirono" (wir zahlen nicht) ist strikt gewaltfrei. Sie wollten nur durch, wurden abgewiesen und gingen. Die Abweisung startete eine verbale Auseinandersetz ung mit anderen und eskalierte...

Manchmal, wenn ganz sauer, schimpft KKE nicht nur auf die Antiautoritären = Anarchisten, sondern vermengt es mit den Maoisten, weil die sich nämlich KKE -ML nennen, was KKE ziemlich nervt.
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-2 #22 2011-10-24 01:29
Lass es einfach gut sein, ich habe Kommunist sehr wohl verstanden. Für mich ist die Debatte nun beendet.
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0 #21 2011-10-24 01:17
zitiere Kommunist:
Nachtrag: [...]


Und was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Befinden wir uns nicht alle in der von Klaus Ernst benannten Traditionslinie ? Was erstaunt Dich denn an Klaus Ernsts Aussage?
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+2 #20 2011-10-24 01:12
zitiere Kommunist:
Soviel zu Fahnen und Gruppen.


"Vier Jahre hat die Welt der Knechte
ihr Blut verspritzt fürs Kapital.
Jetzt steht sie auf, zum erstenmal
für eigne Freiheit, eigne Rechte.
Germane, Römer, Jud und Russ
in einem Bund zusammen, -
der Völker brüderlicher Kuß
löscht alle Kriegesflammen.
Jetzt gilt's die Freiheit aufzustellen. -
Die rote Fahne hoch, Rebellen!"
(Erich Mühsam: Rebellenlied, 1920)

Damals wie heute gibt es auch innerhalb der anarchistischen Community Gruppen, die - wie weiland Erich Mühsam - die rote Fahne hochhalten. Also mal bitte nicht solchen Unsinn erzählen.

Zum anderen waren, worauf ich schon hinwies, in den mir bekannten Videoaufnahmen auf Seiten der anarchistischen Angreifer nur 2-3 rote Fahnen zu sehen. (Evtl. handelt es sich dabei auch nur um "Beutegut", das zuvor den PAME-Kollegen entwedet wurde.)

Vermeintliche Linke jedenfalls, die mit Steinen und Brandflaschen auf andere Linke werfen, sollten sich nicht wundern, dass ihnen keine Wogen der Sympathie entgegenschwapp en.

Nur die organisierte Kraft der Arbeiterklasse Greichenlands ist in der Lage das deutsche Diktat und die eigene nationale Bourgeoisie zum Teufel zu jagen. Vielleicht begreift das auch irgendwann die anarchistische Bewegung und nimmt von ihren unsinnigen, kontraproduktiv en Aktionen Abstand.
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+2 #19 2011-10-24 00:47
Nachtrag:

Junge Welt von heute:

"Linke-Chef Klaus Ernst betonte am Sonntag, seine Partei stehe in der Tradition der Arbeiterbewegun g. »Wir sind auch die Erben der Pariser Kommunardinnen und Kommunarden«, sagte der Gewerkschafter und bekannte sich ebenso zu Rosa Luxemburg und Carlo Giuliani, der 2001 beim Protest gegen den G-8-Gipfel in Genua von der Polizei erschossen worden war. Sein Vater habe damals allen Trauernden das Versprechen abgenommen, für eine bessere und gerechtere Welt zu kämpfen, in der es weniger Gewalt gebe. Dies wolle auch die Partei Die Linke."

(Carlo Giulianie war Teil der militanten Antiautoritären in Italien).
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+2 #18 2011-10-24 00:46
Zitat:
Und die von dir verlautbarte Stellungsnahme griechischer Anarchisten liegt einfach nicht vor. Dies ist unwahr.


Ist das jetzt die neue Argumentationss trategie: 'Es waren gar keine Anarchisten, die da gegen die PAME-Ketten Steine geworfen haben. Das waren Maoisten.!' *lol*

Nach dieser Logik müssten ja all die anarchistischen Netzwerke, die seit dem 20.10.2011 verstärkt gegen die PAME und die KKE hetzen, alle ziemlich auf dem Holzweg sein, denn die verkünden weiterhin, es habe sich um Anarchisten gehandelt, die auf die PAME-Ordner losgegangen sind. Ich zitiere mal kurz aus hxxp://de.contrainfo.espiv.net/2011/10/20/laufende-updates-vom-generalstreik-in-griechenland-20-oktober
"13:50 MEZ Mitglieder der Bewegung „Den Plirono“ (ich bezahle nicht) ergirffen als erstes Initiative gegen einen stalinistischen „Sicherheitspos ten“ in der Nähe des Hotel Great Britain. Dann kamen anti-autoritäre Blöcke, ebenso wie das anarchistische Komitee für soziale Selbstbestimmun g.

Die Auseinandersetz ungen eskalierten als Demonstranten versuchten das Parlament zu erreichen. Ein sehr großer anarchistischer Block griff die stalinistische Linie an. Sie stehen sich direkt am Hotel Great Britain gegenüber. Die Polizei feuert Tränengas. Die Auseinandersetz ungen sind sehr ernst. Leuchtsignale wurden in die Menge gefeuert. Bei den Auseinandersetz ungen zwischen Anarchisten und Stalinisten fliegen Steine und Flaschen. Demonstranten versuchten durch die Reihen der stalinistischen Gewerkschaft PAME zu brechen und zum Parlament zu kommen. Am Syntagma Platz beleidigen die Stalinisten die Demonstranten und verprügeln einige."
- Was denn nun? Waren es nun Anarchisten oder lügen solche anarchistischen Infoseiten bei der Benennung der Angreifer in Schwarz?
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+2 #17 2011-10-24 00:18
Ret Marut und retmarut:

Bitte informiert euch doch bitte über das worüber ihr schreibt.

Anarchisten sind Anarchisten und benutzen die schwarze Fahne,

Anarchsyndikali sten sind gewerkschaftsor ientiert und benutzen seit Jahrzehnten die rotschwarze Fahne (FAU in Deutschland z.B.)

Antiautoritäre (Begriff aus der 68er Bewegung) Kommunisten sind jenseits einer Avantgardeparte i organisiert, benutzen aber die rote Fahne.

Antifa gibt es auch noch, die benutzen die Fahne der Antifaschistisc hen Aktion.

Und noch ein paar mehr...

Alles zusammen subsummiert man in Deutschland unter Autonome, international unter Antiautoritäre Gruppen (was uns auch besser gefällt)


In Deutschland arbeiten die Antiautoritären z. B. mit SDAJ und teilweise auch DKP in antimilitaristi schen und antifaschistisc hen Kampagnen zusammen und führt auch gemeinsame 1. Mai Demonstrationen durch, wie in Berlin.

B. Traven ist gut zu lesen, aber zum Verständnis der Antiautoritären liest man mal Rudi Dutschke oder neuzeitlicher "Autonome in Bewegung" oder die Bücher von "Geronimo". Bücher über die Autonomia Opereia in den 70ern in Italien sind auch hilfreich.

Soviel zu Fahnen und Gruppen.

Der Arbeiter und Gewewerkschafte r ist tragischerweise laut Ehefrau und Krankenhaus an akuter Atemnot und Herzinfarkt nach Einatmung von Reizgas gestorben. Dieses wurde von der Polizei eingesetzt. Linke weltweit fordern seit Jahrzehnten das Verbot von CN und CS.

Der Fairnishalber sei gesagt, dass auch Antiautoritäre durch den PAME - Ordnungsdienst schwerst verletzt wurden (Links vorm Parlament 6 Meter tiefe Mauer hinuntergeworfe n, hierzu gibt es Filmaufnahmen und Arztberichte)...

Zum Schluss das Zitat eines KKE - Demonstranten (zu sehen in Tagesschau, 20.11):

"Wir hätten das Parlament nicht umzingeln, sondern stürmen sollen"
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-2 #16 2011-10-23 23:53
Es ist einfach unsinnig zu behaupten Anarchisten würden die rote Fahne schwenken, denn weltweit ist die schwarze ihr Symbol. Und oft genug kann man tatsächlich die Maoisten nicht als solche erkennen. Und die von dir verlautbarte Stellungsnahme griechischer Anarchisten liegt einfach nicht vor. Dies ist unwahr.
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