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»Nieder mit der Diktatur der EU-Monopole!« |
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Griechenland
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Samstag, den 11. Februar 2012 um 18:22 Uhr |
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Mit zwei riesigen Transparenten an der Akropolis, dem Wahrzeichen Athens, hat die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) heute morgen zum Beginn des zweiten Tages des 48-stündigen Generalstreiks gegen das Griechenland von der Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank aufgezwungenen Kürzungspaket protestiert. Hunderte Mitglieder der Partei schwenkten rote Fahnen und riefen Parolen, die sich gegen die »barbarischen Massnahmen der Plutokratie von Regierung und EU« richteten, wies auf der Parteihomepage hiess. In griechischer und englischer Sprache hiess es zudem auf den Bannern: »Nieder mit der Diktatur der EU-Monopole!«
Mit dieser symbolischen Aktion unterstrich die KKE ihre zentralen Forderungen, zu deren Durchsetzung sie die Arbeiterklasse, das Volk und die Jugend aufrief: Sturz der Regierung, Loslösung von der EU und einseitige Schuldenstreichung durch die Volksmacht.
Bereits am Vortag hatten Zehntausende Menschen an Demonstrationen und Kundgebungen teilgenommen, zu denen die KKE-nahe kommunistische Gewerkschaftsfront PAME aufgerufen hatte. Gewerkschafter dieser Strömung besetzten zeitweilig das griechische Arbeitsministerium und verurteilten auf grossen Transparenten das »Massaker am Volk«, das die Regierung durch die Streichungen anrichte. Der Protest richtete sich gegen das Vorhaben des Kabinetts und der Troika, die in Jahrzehnten erkämpften Rechte der griechischen Arbeiter abzuschaffen. So sieht das Kürzungspaket eine klare Verletzung der Tarifautonomie vor, indem die im zentralen landesweiten Tarifvertrag, der überall gilt, wo es keine anderen Branchenverträge gibt, um 22 Prozent gekürzt werden.
Auch andere Gewerkschaften und Parteien hatten zu Demonstrationen und Besetzungen öffentlicher Einrichtungen aufgerufen.
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Kommentare
Ich gebe Dir Recht wenn Du darauf hinweist, das eine kommunistische Partei kein monolithischer Block oder Einheit ist, die völlig unbeirrt ihr Programm abarbeitet.
Eine kommunistische Partei muss natürlich auf neue Erkenntnisse und Notwendigkeiten eingehen und sie neu bewerten.
Gutes Beispiel:
Als ich in den 70 und 80ziger Jahren die friedliche Nutzung der Kernenergie auch in den sozialistischen Ländern ablehnte, hatte ich größte Schwierigkeiten in der DKP.
Auf dem 8. Parteitag 1986, als die Tschernobyl Katastrophe , jedem den Wahnsinn dieser Energieform aufzeigte, entzog man mir das Rederecht.
Einem gewissen Herrn Jelzin aber lauschte man andächtig und beklatschte seine verlogene Rede.
Heute hat die Partei dazu ja endlich einen anderen Standpunkt eingenommen.
Aber in vielen anderen Fragen hat die DKP immer noch nicht die richtigen Schlüsse gezogen.
Wenn ich zB. die Stellungnahme der DKP / SDAJ München zu Libyen lese, in der Gaddafi als fortschrittslie bender Sozialist angepriesen wird.
Wenn ich lese was die DKP zu den Kims und den Verhältnissen in der DVR Korea oder zu den Auswüchsen des Kapitalismus in der Volksrepublik China so alles schreibt und wie kritiklos Sie diese Entwicklung hinnimmt, bin ich einigermaßen sprachlos.
Wenn ich sehe welche Diverenzen die DKP mit einigen kommunistischen Bruderparteien hat, die eine klare revolutionäre Programmatik haben, sie aber andererseit den sozialpartnersc haftlichen Gewerkschaften des DGB brav zu Diensten steht, bin ich auch sehr verwundert.
Ich frage mich natürlich dann, kann, soll ich wieder Genosse dieser Partei werden und diese Fragen stellen sich auch andere Genossen.
Beschimpft bitte nicht diese Genossen als Schönwetterkomm unisten und bezeichnet es als desstruktives Gejammere, sondern nehmt diese Bedenken ernst.
rote Grüße
KKE: Weisst Du, wie viele Jahre harter innerparteilich er Auseinandersetz ungen es gedauert hat, um sich auf die jetzigen Positionen zu einigen ? Das Gleiche gilt fuer die portugiesische KP.
Es ist ueberhaupt eine geradezu religioese Vorstellung (aber auch eine bequeme, um sich herauszuhalten) , es gebe jemals und irgendwo auf der Welt eine KP, die es zu "entgueltiger" Klarheit gebracht hat und dann bloss noch in monolithischer Einheit ihr Programm abzuarbeiten braucht. Eine solche KP hat es nie und nirgends gegeben und wird es auch in Zukunft nicht geben. Wir sind naemlich kein religioeser Orden, der sich auf irgendwelchee Dogmen einigt, sondern (im besten Fall) der Teil der Klasse, der noch am ehesten einige Einsicht in die gesellschaftlic he Entwicklung, d.h. ein wissenschaftlic h begruendetes Programm hat, das als Anleitung im Kampf gegen Unterdrueckung und Ausbeutung dienen kann. Und wenn man so eins hat, muss man dauernd pruefen, ob es Neues gibt, das noch nicht erfasst ist.
Entschuldige bitte meine Erbostheit. Aber ich hab diese Ich-halt-mich-raus-Argumente manchmal satt bis zum Hals. Es ist keine Zeit fuer Schoenwetter-Kommunisten. Was wir brauchen, sind Leute wie Haaher. Und das ist man nicht einfach, dazu muss man sich durchringen.
Diejenigen, die hier nur gegen die DKP hetzen, was tut ihr? Sekten und Kleinst-Splittergrüppch en beitreten? Die Linkspartei als Sammelbecken verschiedenster sozialistischer /kommunistischer /sozialdemokrati scher Strömungen kann euren hochtrabenden Erwartungen ja erst recht nicht gerecht werden, auch wenn man mit vielen Menschen in der Linkspartei in gemeinsame Aktionen geht und Bündnisse eingehen muss.
Als parteilose Genossen in Internetforen und Leserbriefspalt en die Gesellschaft verändern? Das nennt man dann Illusionen hegen.
In Gewerkschaften, Schülervertretu ngen, Studierendenver tretungen, Bürgerinitiativ en und Friedensbewegun gen arbeiten? Notwendig und gut, ersetzt aber nicht die Organisation von Kommunisten als Partei.
Ich bin als 21-Jähriger dann lieber Mitglied dieses vielgescholtene n "Seniorenklubs" und stelle meine gesamte gesellschaftlic he Arbeit damit in den Kontext des Kampfes der Arbeiterklasse und des Volkes um Befreiung. Das beinhaltet auch sich an anstrengenden und weitreichenden Debatten in der Partei zu beteiligen.
Ich halte auch nichts davon die "kritischen Kritiker" anzubetteln, dass sie doch bitte der DKP beitreten mögen. Die müssen sich selbst überlegen, ob und mit welchen Genossen sie die Welt verändern.
Ich kämpfe für den Fortschritt und für die Menschheitsinte ressen, die im Kapitalismus in seinem imperialistisch en Stadium gleich den Interessen der Arbeiterklasse sind.
Reiht euch ein oder lasst es bleiben, aber verschont doch bitte Kommunisten mit eurem Gejammere.
Und solange man keine Perspektive bieten kann, bleibt die chronische Kritisiererei nichts anderes als destruktives Gejammere.
Ich halte den Kommentar von Dino auch für keinen nützlichen oder hilfreichen Beitrag um den Zustand der DKP zu beschreiben ... ziemlich selbstgerecht.
Andererseits.... die Parolen die Toto und Du hier zum Besten gibst, sind für mich auch kein zwingender Grund nun sofort Mitglied der DKP zu werden.
Wieso gelingt es der DKP nicht ein Programm auf die Beine zustellen das den Anforderungen einer kommunistischen Partei (siehe z.B KKE oder PCP) entspricht?
Das hat doch mit der Größe einer Partei nicht das geringste zu tun.
Wieso müssen erst neue Mitstreiter dafür sorgen das die Partei ideologische und programatische Mängel beseitigt.Meine Person und ich glaube auch viele andere parteilose Genossen haben keine Lust in langen und zähen Debatten,über mehrere Jahre vielleicht, diese Auseinandersetz ungen zu führen und dann am Ende nichts bewirkt zu haben.
Ein gutes Beispiel ist doch die griechische KKE, sie hat ein klares kommunistisches Profil, sie bekennt sich zu ihre Geschichte und zum revolutionären Kampf.
Sie macht nicht mit bei diesem revisionitische n Eiertanz und hält fest am Marxismus Leninismus.
Sie ist fest verankert in der griechischen Gesellschaft und im besonderen der Arbeiterklasse. Wer Genosse dieser Partei werden will, geht in eine funktionierende Partei.
Du willst also mit deinen Genossen als revolutionäre Vorhut vor der begeisterten Masse der jubelnden Arbeiterklasse her maschieren.
Ich glaube diesen Traum kannst Du vergessen, da hat ja jeder Karnevalsverein mehr revolutionäre Ausstrahlung als dieser Seniorenclub.
Hinein in die DKP! Für die Stärkung der Kommunistischen Profil unserer Partei.