| Nazi-Überfall vor laufender Kamera | | Drucken | |
| Griechenland |
| Donnerstag, den 07. Juni 2012 um 18:07 Uhr |
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Auch die Kommunistische Partei KKE verurteilte den Angriff. »Chryssi Avgi« und ähnliche Organisationen seien eine Reaktion des Systems auf die wachsende Stärke und Radikalisierung der Arbeiterbewegung. Seit Jahren habe die Nazipartei bereits dazu gedient, Streiks zu brechen und gegen Proteste der Werktätigen vorzugehen. KKE-Generalsekretärin Aleka Papariga wies darauf hin, dass »Chryssi Avgi« zudem in den letzten Monaten Teil von Strömungen gewesen sei, die Verwirrung in die Protestbewegung gegen die Kürzungspolitik von EU und griechischer Regierung getragen hätten. Ihre Kader hätten auf der Strasse systematisch versucht, die spontanen Proteste und Forderungen des Volkes umzulenken und mit scheinradikalen Parolen wie »Das Parlament muss brennen« oder »Gewerkschaften raus« von einer richtigen Stossrichtung abzubringen. »Darüber sollten einige nachdenken, die gerne die Kommunistische Partei kritisieren, wenn wir unsere Zweifel über die Wirksamkeit der namenlosen (autonomen) Bewegungen äußern«, so Papariga. Schon vor dem heutigen Angriff ermittelten die griechischen Behörden gegen Kasidiaris. Für Montag war er wegen Beteiligung an einem Überfall im Jahr 2007 zur Aussage vor ein Berufungsgericht geladen. Ein Zeuge hatte nach einem Überfall die Autonummer der fliehenden Täter notiert - der betreffende Wagen soll Kasiadiaris gehören. Verwandte Artikel: |







Vor laufenden Fernsehkameras hat der Pressesprecher der griechischen Neonazi-Partei »Chryssi Avgi«, Ilias Karidiaris, die Maske eines Biedermanns fallengelassen und auf die kommunistische Parlamentsabgeordnete Liana Kanelli eingeprügelt. Während einer live übertragenen Polit-Talkshow des Fernsehsenders ANT-1 schleuderte der Faschist zunächst der Kandidatin des Linksbündnisses SYRIZA, Rena Dourou, ein Glas Wasser ins Gesicht. Unmittelbar danach ging er auf die KKE-Vertreterin Kanelli los. Danach flüchtete er aus dem Studio. Griechischen Medienberichten zufolge soll er dabei auch Personal des Senders geschlagen haben. Zuvor hatte er noch eine verschlossene Tür eingetreten.
