Mittwoch, 4. März 2015

Ulla JelpkeAuf das Wahlkreisbüro der Dortmunder Abgeordneten und innenpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, ist in der Nacht zum Donnerstag ein Anschlag mit Buttersäure verübt worden. Die Dämpfe der Buttersäure reizen Augen, Atemwege und Haut stark. Ein direkter Kontakt mit der Flüssigkeit bewirkt schwere Verätzungen. Buttersäure weist schon in sehr geringen Konzentrationen einen extrem unangenehmen, ranzigen Geruch auf. Das Büro ist damit vorerst nicht benutzbar.

"Wir kennen die Täter noch nicht, aber es ist naheliegend, sie in neofaschistischen Kreisen zu suchen. Es ist wohl kein Zufall, dass der Anschlag in der Nacht vor einer von der Partei Die Linke bundesweit durchgeführten Plakatieraktion gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden erfolgte", erklärt Ulla Jelpke. "Ich bin zuversichtlich, dass dieser feige Anschlag ebenso wie das Verbot der antifaschistischen Plakate zusätzlich mobilisierende Wirkung haben wird. Jetzt heißt es erst recht: Am 13. Februar alle nach Dresden und den Naziaufmarsch blockieren!"

Der Säureanschlag ist bereits der fünfte Anschlag auf das Wahlkreisbüro innerhalb der letzten Jahre. Im Sommer vor zwei Jahren hatten mutmaßlich Neofaschisten im Vorfeld eines Naziaufmarsches das Büro mit Stahlkugeln beschossen - eine potentiell tödliche Waffe.

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