Montag, 2. März 2015

Gegen NazisGegen NazisAm Samstag wollen Neonazis durch Kreuzberg laufen. Am Freitag gab die Berliner Polizei die endgültige Route des Aufmarsches bekannt. Demnach dürfen die Nazis nun nicht mehr durch das Zentrum Kreuzbergs laufen. Nichtsdestrotz soll der Aufmarsch von der Jannowitzbrücke über den Moritzplatz zum U-Bahnhof Stadtmitte durch das nördliche Kreuzberg führen. Das Bündnis »Berlin Nazifrei« bleibt deshalb bei seinen angekündigten Treffpunkten und fordert alle Protestierenden auf, ab 10 Uhr zu den U-Bahnhöfen Heinrich-Heine Straße, Moritzplatz oder Hermannplatz zu kommen.

 

»Von unseren Treffpunkten aus werden wir den Naziaufmarsch blockieren und dafür sorgen, dass sie keinen Meter in Kreuzberg laufen. Die Verlegung des Naziaufmarsches und die frühere Bekanntgabe der genauen Route werten wir als erste Erfolge unserer Mobilisierung«, so Katharina Roth, Pressesprecherin des Bündnisses.

»Berlin Nazifrei« begrüßt die Entscheidung der Berliner Polizei zur Abkehr von ihrer bishergen Geheimhaltungstaktiken rund um Nazidemos und erwartet, dass diese sich nicht wieder hinterher als Ablenkungstaktik bzw. Täuschungsmanöver gegen Proteste erweist. In der Vergangenheit war eine solche Taktik der Polizei an der Tagesordnung, wie etwa der letzte Aufmarschversuch der Nazis 2011 in Kreuzberg zeigte. Damals täuschte die Polizei sogar eine Auftaktkundgebung der NPD am Hermannplatz an, um mögliche GegendemonstrantInnen zu verwirren. Dazu Katharina Roth: »Wir erwarten nun also bei dem nächsten Aufmarschversuch der Nazis, von der Berliner Polizei frühzeitig und ohne zu täuschen über die geplante Route informiert zu werden.«

Weitere Informationen: www.nazifrei.berlin

Solidaritätsanzeige
Medienpartner

Festival der Jugend 2015