Donnerstag, 2. Juli 2015

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Reaktorsicherheitskommission beauftragt, sicherheitstechnische Konsequenzen aus der Reaktorkatastrophe in Japan für die deutschen AKW zu untersuchen. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Merkel macht den Bock zum Gärtner. In der Reaktorsicherheitskommission sitzen eine ganze Reihe Vertreter der Atomwirtschaft, die kein Interesse daran haben, Sicherheitskriterien hoch anzusetzen.«

Darüber hinaus mache es gar keinen Sinn, eine Kommission mit der Sicherheitsüberprüfung zu beauftragen, da die wesentlichen Sicherheitsdefizite der AKW längst bekannt sind, unterstreicht Stay. »So sind die Reaktorhüllen nur auf bestimmte Flugzeugabstürze ausgelegt, aber nicht auf den Aufprall eines großen Verkehrsflugzeugs. Auch die Schwächen der Kühlsysteme und der Notstromversorgung sind nicht neu.«

Die Kanzlerin wolle Zeit gewinnen und hoffe auf die Vergesslichkeit der Bevölkerung. »Doch das wird jetzt auch nichts mehr helfen. Ohne eine endgültige Stilllegung der Atomkraftwerke wird die CDU das Image der Atompartei nicht mehr los.«

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