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GLB enttäuscht über Metaller-KV-Abschluss | Drucken |  E-Mail
Österreich
Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 23:20 Uhr

Gewerkschaftlicher Linksblock»Unzufrieden« mit dem Lohnabschluss der Metallindustrie ist der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB), Josef Stingl, »denn es wäre mehr möglich und vor allen Dingen notwendig gewesen«. Die durchschnittlich 4,2 Prozent Erhöhung bedeuten bei einer 3,6-prozentigen Inflationsrate netto nur mehr die Inflationsabgeltung. »Die beträchtlichen Gewinne aus der enorm gestiegenen Produktivität fließen wiedereinmal zu hundert Prozent in die Taschen der UnternehmerInnen!« Selbst IHS-Wirtschaftsforscher Ulrich Schuh meinte noch am Wochenende, dass für ihm die Gewerkschaftsforderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn »nachvollziehbar« sei, da Lohnverhandlungen in Österreich immer rückwärts gewandt angelegt sind und die Lage der Metallindustrie heuer prächtig war.

»Etwas positiver« bewertet der Linksgewerkschafter die Umstände, dass für die unteren EinkommensbezieherInnen ein höherer Abschluss erzielt wurde und dass die Anrechnungszeiten der Elternkarenz ausgedehnt wurden. Insgesamt stehen aber GPA-djp und PRO GE mit diesem doch eher mageren Verhandlungsergebis vor einem gravierenderen Problem: Haben sie doch noch vor wenigen Tagen über 100.000 der 165.000 MetallarbeiterInnen und -angestellten (durchaus berechtigt) für »plus 5,5 Prozent« streiken lassen - und jetzt liegt das ausverhandelte Ergebnis um mehr als ein Fünftel unter diesem Wert.

»Jetzt zur Tagesordnung überzugehen und das Ergebnis ohne Zustimmung der zum Arbeitskampf bereiten KollegInnen zur Kenntnis zu nehmen, wäre für mich ein gewerkschafts- und demokratiepolitisch unwürdiges Spiel - eine neuerliche Vertrauenskrise zwischen Gewerkschaft und Mitgliedern zu befürchten. Daher eine sofortige Urabstimmung über den vorliegenden Metaller-Lohnabschluss!« fordert deshalb Josef Stingl.

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Kommentare 

 
0 #1 2011-10-21 00:35
Ich verstehe nicht, warum redglobe als marxistisch-leninistische Internetzeitung immer wieder die KPÖ oder jetzt ebe GLB-Standpunkte publizieren muss. Die KPÖ ist eine Partei, die offen gegen den Marxismus-Leninismus steht, das sagt sie auch so, und bis auf die steirische Gruppe, die in den Strukturen völlig unabhängig vom Bund ist, einfach nur eine schlechte Kopie der deutschen Linkspartei ist. Von den angeblich 2000 Mitgliedern sieht man kaum jemanden mal auf der Straße, die meisten sind Karteileichen und steinalt. Der GLB ist ist bundesweit in den Arbeiterkammern nur noch in der (abgespaltenen) Steiermark mit 2 Mandaten und in Wien mit einem vertreten. In Wien hat genauso die KOMintern (Kommunistische Gewerkschaftsin itiative-International) ein Mandat. Die KOMintern ist marxistisch-leninistisch und ist auch öfter auf der Straße, als der GLB. Wäre es da nicht naheliegender über die KOMintern zu berichten, als über den GLB?
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