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Spanien empört sich

Valencia: Spanische Polizei prügelt auf demonstrierende Schüler ein | Drucken |  E-Mail
Spanien
Montag, den 20. Februar 2012 um 20:18 Uhr

Polizeiprügel gegen ProtesteDie spanische Polizei ist heute in Valencia erneut brutal gegen friedlich demonstrierende Schülerinnen und Schüler vorgegangen. Wie die Onlineausgabe der Tageszeitung »Público« berichtet, waren rund 300 Jugendliche des Lluís-Vives-Bildungsinstituts auf die Strasse gegangen, um gegen die Kürzungspolitik der valencianischen Regierung sowie gegen die Polizeiübergriffe der vergangenen Woche zu protestieren. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Schüler offensichtlich gewaltfrei auf der Strasse demonstrieren und plötzlich von schwerbewaffneten Polizisten angegriffen werden. Mit Knüppeln schlugen sie auf die Jugendlichen ein, berichtete Augenzeugin Belén Toledo gegenüber »Público«. Mindestens zehn Demonstranten sollen festgenommen worden sein, unter ihnen drei Minderjährige.

Zuvor hatten die Jugendlichen kurzzeitig eine Kreuzung blockiert und dabei gerufen: »Die Diebe ins Gefängnis, das Geld für die Bildung!« (los ladrones a prisión y el dinero a educación), eine Anspielung auf die Korruptionsermittlungen gegen mehrere Mitglieder der valencianischen Regionalregierung Generalitat, die von der rechten Volkspartei (PP) gestellt wird.

Bereits am Donnerstag waren die Beamten brutal gegen demonstrierende Schüler der selben Schule vorgegangen, als diese für eine ausreichende Versorgung ihrer Schule mit Strom und Wärme sowie für ausreichende Unterrichtsmaterialien demonstriert hatten. Derzeit müssen die Jugendlichen oftmals in Wintermänteln dem Unterricht folgen. Die Polizei reagierte auf den Protest mit Knüppelorgien, bei denen zahlreiche Schüler verletzt wurden. Hunderte Minderjährige wurden zur Personalienfeststellung abgeführt, was dazu führte, dass deren Eltern und Lehrer am folgenden Tag gemeinsam mit den Jugendlichen gegen die Repression auf die Straße gingen.

Für die Unterdrückung der legitimen Proteste ist die Polizei gut gerüstet. Erst im Januar hatte die neue Regierung in Madrid als eine ihrer ersten Amtshandlungen für mehr als eine Million Euro neues Tränengas und Gummigeschosse eingekauft. In den Haushalt war diese Ausgabe bereits durch die Vorgängerregierung des Sozialdemokraten Luis Rodríguez Zapatero eingestellt worden. 

Trotz der Polizeigewalt wächst der Widerstand gegen den Sozialkahlschlag unter dem PP-Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Am Sonntag demonstrierten landesweit rund 1,5 Millionen Menschen gegen die »Arbeitsmarktreform« des Kabinetts. Zu den Protesten hatten die grossen Gewerkschaftsbünde CCOO und UGT aufgerufen.


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Kommentare 

 
-7 #4 2012-02-21 17:22
Die spanische Polizei brutal trifft Kinder und Jugendliche. Gehorchen den Anweisungen der Regierung.

Spanish police brutally hits children and adolescents. Obeying orders from the government.
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-5 #3 2012-02-21 14:01
Jetzt in Depressionen zu verfallen und den erbärmlichen Zustand unser vom Konsumrausch besoffenen Gesellschaft zu bedauern , ist zwar nachvollziebar, nützt aber auch nicht viel.

An diesem Zustand hat die herrschende Klasse unseres Landes lange und hart gearbeitet.

Verantwortung für diese Situation in der Gesellschaft, hat meiner Meinung nach aber auch die politische Linke unseres Landes. Die sich lieber mit sich selbst beschäftigt, zu falschen Schlüssen kommt und somit jeden Rückhalt in der Bevölkerung verloren hat.

Wir haben z.Z keine funktionierende kommunistische Partei, die glaubhaft der Bevölkerung eine Alternatve aufzeigen kann, die mit einem revolutionären Programm die richtigen Antworten gibt.
Die Mitgliederzahl der DKP mit ca. 4000 Genossen ist Ausdruck dieser Schwäche.

Die Gewerkschaften unseres Landes sind im kapitalistische n System voll integriert.
Sie sind zu einer tragenden Stütze des "sozialen Friedens" geworden.

In den Parlamenten sitzt eine "LINKE", die voll in diesem System angekommen ist, die von sozialer Marktwirschaft und sozialer Gerechtigkeit faselt und zu einem sozialdemokrati schen Wahlverein verkommen ist.

Alles im allen, also eine ziemlich trostlose und traurige Angelegenheit.

Aber die Geschichte zeigt uns ja auch immer wieder, dass nichts bleibt wie es war und das der Kapitalismus nicht die letzte Stufe in der Entwicklung der Menschheit und der Weißheit letzter Schluß ist.
Mit dieser Erkenntniss sollten wir alle weiter den Mut aufbringen, alles in Frage zu stellen, zu verändern, zu rebellieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
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-8 #2 2012-02-21 07:22
Das kann man nicht besser auf den Punkt bringen, scheiß-Kotz Kapitalismus, da kommt noch was auf uns alle zu. Ekliges Mist Europa und korrupte Scheiß Politiker!
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-8 #1 2012-02-21 00:14
Danke für diesen Artikel.

Fernab Spaniens geht es in Deutschland munter weiter. Neuer Kapitalisten-BP, das Volk schläft. Weitere soziale Einschnitte, das Volk schläft. Hungerlöhne werden ausgeweitet, das Volk schläft. UAV-Drohnen über dem Land, das Volk schläft. Es gibt so viele Beispiele.

In Spanien, Griechenland und Portugal sowie weiteren Staaten wird mit Demonstrationen Flagge gezeigt - hier in Germania freut sich der einfache Bundesmichel über den neuen Gauck, den Exportaufschwun g und die ungewisse Zukunft dank der Stasi Kanzlerin und ihres Scheiss Euro.

Ein Bild, wie es meine Oma hätte nie besser aufzeigen können. Die alten Zeiten kehren wieder, nur unter neuer Flagge. Alter Wein in neuen Schläuchen.

Wieder muss sich ein kleines Grüppchen aufmachen, dem Rest der Schlafenden den Weg zu zeigen.

Ich bewundere die Spanier und ihre Aufrichtigkeit. Das ist in Deutschland leider Vergangenheit. Zukünftig wird Germania geleitet mit dem Segen Gaucks/Gottes....kotz.
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