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Spanien empört sich

»Von Schlange verspeister Abgeordneter« lässt Spaniens Empörte jubeln | Drucken |  E-Mail
Spanien
Montag, den 04. Juni 2012 um 17:47 Uhr

Anstoss des Jubels: Artikel in einer unbekannten ZeitungEin im Internetdienst Facebook kursierendes Foto eines Zeitungsartikels sorgt derzeit bei spanischen »Empörten« für Begeisterung. Unter der Schlagzeile »Schlange verspeiste brasilianischen Abgeordneten« und einem Foto des Reptils wurde darin berichtet, dass im brasilianischen Santa Catalina eine Kobra den Abgeordneten verputzt hätte, als dieser in einem Boot unterwegs gewesen sei, Whisky getrunken habe und dabei glücklich Geld gezählt habe, dass sich in einem Koffer befunden habe. Dann wird noch seine Witwe zitiert: »Wer hat ihn geschickt, Geld im Amazonas zu verstecken?« Im Internet rufen spanische Aktivisten jetzt Brasilien-Reisende auf, 350 solche Schlangen mitzubringen - für jeden Parlamentsabgeordneten eine - »Spanien wird es euch danken!«



Zu schön, um wahr zu sein? Ja. Tatsächlich handelt es sich um eine Internet-Legende, eine Ente, die sich über die praktischen »Teilen«., »Weiterleiten«- und »Als E-Mail versenden«-Buttons in den vergangenen Monaten kreuz und quer durchs Netz verbreitet hat. Darauf wies vor einigen Wochen der mexikanische Journalist David Gutiérrez Fuentes in der Zeitung »Crónica« nach. Ihm war aufgefallen, dass zwar unzählige Blätter die Meldung aufgegriffen hatten, nirgendwo aber der Name des angeblich verspeisten Abgeordneten zu finden war. Bei seinen Recherchen stiess der Journalist dann auf die Quelle der Nachricht. Es handelt sich um das Internetportal »G17«, das sich selbst mit der Zeile vorstellt: »Ein Humormagazin. Nicht der Wahrheit verpflichtet.« Tatsächlich ist dort die Originalmeldung zu finden: http://www.g17.com.br/noticia.php?id=58

Schade eigentlich...

 

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Kommentare 

 
-2 #4 2012-06-05 09:25
Ich finde solche Vorwürfe gegen Kobras auch geschmacklos. Die essen doch keine Abgeordneten, höchstens mal ein Ferkel.Eine Anakonda, die schon auch mal einen Abgeordneten runterwürgen könnte, war wohl gerade nicht in dem Revier.
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+3 #3 2012-06-05 00:10
Bei aller Kritik gegen die Politik des Abgeordneten ist dieser Beitrag einfach nur geschmacklos!
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-1 #2 2012-06-04 21:31
@ #1: Wie wäre es, das einfach unter "britischem", schwarzen Humor abzuhaken? Monty Python hatte auch einige makabre "Skelette im Schrank".
Außerdem könnte ich "eine klammheimliche Freude" nicht verhehlen, wenn sich die Natur gerächt hätte und einer der Abgeordneten, die für den Freibrief zur Abholzung des Amazonas gestimmt haben von einer Schlange verspeist worden wär. ;-)
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+3 #1 2012-06-04 18:20
Dieser Beitrag ist geschmacklos und auf dem gleichen primitiven Niveau wie die Bildzeitung.
Ich kann nicht nachvollziehen warum ihr so einen dummen Artikel hier veröffentlicht
und was daran eigentlich witzig sein soll.
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