Donnerstag, 1. September 2016
Solidaritätsanzeige

Am Ortseingang von KomsomolskojeSeit Mai 2015 läuft in der Ukraine eine Kampagne zur Umbenennung von Regionen, Städten, Plätzen und anderen Lokalitäten, die noch Namen mit Bezug auf die Sowjetunion tragen. Ein am 15. Mai 2015 von Staatschef Petro Poroschenko unterzeichnetes Gesetz ermächtigt die lokalen Behörden, die entsprechenden Namensänderungen vorzunehmen. Nun aber soll die Oberste Rada, das von der extremen Rechten kontrollierte Parlament der Ukraine, eingreifen und dort, wo die lokalen Autoritäten keine Änderung vornehmen wollen, von oben neue Namen vergeben. Dabei will Kiew die Umbenennungen auch in den Gebieten vornehmen, über die es gar keine Kontrolle mehr hat: in den international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie auf der Krim, die 2014 der Russischen Föderation beigetreten ist.

Die russische Nachrichtenagentur TASS zitierte am Sonnabend den Chef des »Nationalen Instituts für Erinnerung« der Ukraine, Wladimir Wjatrowitsch, mit der Ankündigung, dass sicherlich das auf der Krim liegende Jalta seinen Namen behalten werde, andere Orte wie Komsomolskoje oder Lenino aber schon. Das Parlament werde die neuen Namen für Städte und Dörfer wohl bis zum 21. Februar verabschieden. Noch gebe es jedoch keine Mechanismen, um diese Entscheidungen dann auch umzusetzen.

Quelle: TASS / RedGlobe

Kommentare   

# KrimThomas Knecht 2016-02-08 02:33
Stimmt es, das Poroschenko seit langem davon träumt die Krim in "Gotengau" umzubenennen?
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