RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:168
Gestern:4440
Seit 1. Juni 2005:8278025
KPÖ fordert Ermittlungen gegen Teilnehmer an „Holocaust-Konferenz“ | Drucken |  E-Mail
Iran
Dienstag, den 12. Dezember 2006 um 16:27 Uhr
"Wissenschaft" zur Geschichtsklitterung in TeheranErmittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz durch Leugnung des Holocaust verlangt die KPÖ gegen die österreichischen Teilnehmer an der vom iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadi-Nejad einberufenen „Holocaustkonferenz“ in Teheran. Laut Medienberichten sprach dort als erster Gastredner der selbsternannte Wiener Rabbiner Moishe Ayre Friedmann, der sich selbst als orthodoxer Rabbiner bezeichnet und bei verschiedenen antisemitischen Veranstaltungen in Wien in Erscheinung getreten ist.

Laut Angaben des australischen Adelaide Instituts, das in Australien Holocaustleugnung unter pseudowissenschaftlichem Deckmantel betreibt, nimmt aus Österreich weiters der Anwalt Herbert Schaller, der unter anderem den Holocaustleugner David Irving vertrat, teil und vertritt den in Spanien lebenden Neonazi Gerd Honsik, der keinen
gültigen Reisepass besitzt.
Honsik war 1992 wegen NS-Wiederbetätigung zu eineinhalb Jahren verurteilt worden und hat sich dem Zugriff der österreichischen Justiz durch Flucht nach Spanien entzogen. Er ist Autor des Buches „Freispruch für Hitler?“, in dem die Existenz von Gaskammern in Nazi-Deutschland geleugnet wird. Vor der Nationalratswahl sorgte Honsik für Aufsehen, als er eine Wahlempfehlung für die FPÖ abgab, von der sich aber FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache distanzierte.

Weiters wird Hans Gamlich als Teilnehmer angeführt, der sich 2001 wegen eines Artikels in der Zeitung „Zur Zeit“ des FPÖ-Politikers Andreas Mölzer vor Gericht verantworten musste. In dem Text nannte er Adolf Hitler einen „großen Sozialrevolutionär“, den Holocaust ein „Dogma“ oder „Mythos“. Ein weiterer Teilnehmer ist Wolfgang Fröhlich, der bereits wegen Holocaustleugnung verurteilt wurde.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadi-Nejad ist seit seiner Amtsübernahme im August 2005 mehrfach durch antisemitische Aussagen aufgefallen, bezeichnete den Holocaust als „Mythos“ und schlug vor, „Israel von der Landkarte zu tilgen“. Bei der Konferenz in Teheran diskutieren Teilnehmer aus 30 Ländern über „das wahre Ausmaß“ des Judenmordes während des Nationalsozialismus.

„Die Beteiligung zahlreicher rechtsextremer Aktivisten aus verschiedenen Ländern an dieser Konferenz zeigt ein alarmierendes Zusammenwachsen von rechtsextremen und islamischen Antisemitismus und gleichzeitig eine unter dem Vorwand eines vorgeblichen Antiimperialismus betriebene wissentliche Auflösung des Randes gegenüber der extremen Rechten“, zeigt sich KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner besorgt.

Quelle: Kommunistische Partei Österreichs
 

Andere Seiten