| Antifa-Bündnis fordert CCH auf: DVU-Gelder an Juden spenden | | Drucken | |
| Antifa |
| Samstag, den 16. Februar 2008 um 15:51 Uhr |
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Am morgigen Sonntag will die rechtsextreme DVU im Congress-Centrum Hamburg (CCH) mit einer Großveranstaltung die Trommel im Wahlkampf rühren. Die braune Partei natte sich den Veranstaltungssaal im Zentrum der Hansestadt vor Gericht erstritten. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts fordert nun das CCH-Management auf, die Mieteinnahmen aus der unerwünschten Show an jüdische Einrichtungen wie die Stiftung Jüdisches Leben zu spenden.
In dem Schreiben des Bündnisses heisst es: "Sicherlich ist Ihnen nicht die bundesweite Diskussion im Gaststätten- und Hotelgewerbe verborgen geblieben, die sich damit beschäftigt, wie antifaschistisches Engagement auch im Hotelgewerbe umgesetzt werden kann. Das Ergebnis ist aus unserer Sicht erfreulich. Bundesweit verweigern immer mehr Hotels neofaschistischen Parteien und Organisationen ihre Räume, um deren rassistische und antisemitische Ideologie nicht zu unterstützen. Vorreiter war hier das Holiday Inn in Dresden, deren öffentlicher Brief an die NPD Ihnen bekannt sein dürfte. Aber auch Hamburger Hotelgewerbe hat mittlerweile eindeutig Stellung bezogen. So hat das Atlantic-Hotel der DVU eine klare Absage erteilt, das Grand Elysee ging sogar noch einen Schritt weiter und kündigte öffentlich an, dass das Elysee die Einnahmen einer eventuellen Vermietung an die DVU der Stiftung Jüdischen Lebens zur Verfügung stellen wird. Wir gehen davon aus, dass es nicht in Ihrem Interesse und auch nicht im Interesse der Hamburg Messe ist, Neofaschisten Räume zur Verfügung zu stellen. Hinter der bürgerlichen Fassade der DVU stecken eindeutig neofaschistische Ziele. Die DVU ist rassistisch und hetzt gegen Migranten und Migrantinnen. Die DVU ist geschichtsrevisionistisch, leugnet die deutsche Kriegsschuld und deutsche Kriegsverbrechen. Die DVU ist antisemitisch und verharmlost den Holocaust an sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Die DVU fordert ein großdeutsches Reich unter Einschluss von Teilen Polens und Russlands. Setzen auch Sie eindeutig ein Zeichen, dass neofaschistische Parteien und Organisationen in Ihrem Hause nicht gewünscht sind." Die Kampagne "Keine Stimme den Nazis" ruft zu einer Antifaschistischen Kundgebung am 17. Februar 2008 ab 13.00 Uhr am Bahnhof Dammtor auf: "Wir haben nicht vergessen, was in diesem Land passierte, als die Nazis an der Macht waren: Ausschaltung jeglicher Opposition, systematischer Terror gegen alle Nazi-Gegner, Übernahme und Gleichschaltung der Gewerkschaften, Verfolgung und Ermordung all derjenigen, die nicht in dass rassistische Menschenbild der Nazis passten. Millionen Tote durch den Holocaust an den europäischen Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti. Weltweiter Krieg, an dessen Ende mehr als 55 Mio. Tote zu beklagen waren." Quellen: DKP Hamburg, Antifa Infopool, Kampagne "Keine Stimme den Nazis" / RedGlobe Neuere Artikel:
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