| Zusammenbruch des Lügengebäudes: Computer von Raúl Reyes enthielt keine E-Mails | | Drucken | |
| Kolumbien |
| Dienstag, den 02. Dezember 2008 um 14:42 Uhr |
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Unter Eid hat Hauptmann Ronald Ayden Coy Ortiz von der kolumbianischen Kriminalpolizei DIJIN ausgesagt, dass der angebliche Computer des im März von kolumbianischen Truppen in Ecuador ermordeten Raúl Reyes keine E-Mails enthalten habe. Nach der Ermordung des führenden Comandante der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) und mehrerer anderer Menschen in einem Lager auf ecuadorianischem Staatsgebiet hatten kolumbianische Soldaten ein Labtop vorgeführt, das ihrer Aussage nach aus dem Besitz Reyes' stammen sollte. In der Folge veröffentlichten kolumbianische und internationale Massenmedien eine Serie von »Enthüllungen« über die angeblichen internationalen Verbindungen der kolumbianischen Guerrilla und ihre Finanzierung, wahlweise durch Venezuela, Drogengeschäfte oder linke Organisationen.
Die Aussagen des Antiterrorismus-Spezialisten der kolumbianischen Sicherheitskräfte, über die der kolumbianische Fernsehsender »Canal Uno« berichtet, lassen nun das gesamte Lügengebäude zusammenbrechen, denn auf dem angeblichen Guerrilla-Computer seien nur Word-Dokumente gefunden worden. Damit könnten die Verfahren gegen María Augusta Calle, William Parra und andere Beschuldigte zusammenbrechen, denen die kolumbianische Regierung vorwirft, Mails von Raúl Reyes erhalten zu haben. Es dürfte dem Regime nun schwerfallen zu beweisen, dass die Dokumente tatsächlichz verschickt wurden. »Screenshots von E-Mails haben wir bislang nicht gefunden. Es wurde eine große Menge von E-Mail-Adressen gefunden, aber Reyes speicherte die Informationen in Word und Microsoft-Programmen«, antwortete Hauptmann Coy auf die Frage der Staatsanwaltschaft, ob auf dem Computer Dateien gefunden worden seien, die im Zusammenhang mit den von diesem erhaltenen oder versendeten E-Mails stehen. Bislang hatte die kolumbianische Regierung wiederholt behauptet, dass der Computer »Tausende« von E-Mails enthalte, die der Comandante verschickt habe. Auf der Grundlage dieser Erfindung wurden dann Ermittlungsverfahren u.a. gegen die Parlamentsabgeordneten Piedad Córdoba, Wilson Borja und Gloria Inés Ramírez, den Chefredakteur der kommunistischen Wochenzeitung »Voz«, Carlos Lozano, den TeleSur-Journalisten William Parra und andere Menschen, darunter auch Bürger der USA, Spaniens und Venezuelas, eingeleitet. Mehrere der Opfer dieser Repression wurden zeitweilig inhaftiert. Den einschlägig berüchtigten kolumbianischen Verteidigungsminister Juan Manuel Santos ficht der Zusammenbruch seines Lügengebäudes nicht an. Er besteht gegenüber dem kolumbianischen Fernsehsender »Canal Uno« auf der Existenz der E-Mails. Wer die Existenz der Mails leugne, sei darin verwickelt, behauptet Santos. Neuere Artikel:
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