| Griechische Polizei erschiesst 16-jährigen Jugendlichen | | Drucken | |
| Griechenland |
| Sonntag, den 07. Dezember 2008 um 15:03 Uhr |
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Nach dem Tod eines 16 Jahre alten Jugendlichen durch die Kugel eines Polizisten ist es in der vergangenen Nacht in der griechischen Hauptstadt Athen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, wollte der Beamte einen Warnschuß abgeben, als Autonome ein Polizeifahrzeug angriffen. Die Kugel sei jedoch abgeprallt, habe den Jugendlichen getroffen und getötet. Wie Indymedia Athen hingegen meldet, widersprechen Augenzeugen dieser Darstellung der Polizei. Es habe keinen Angriff auf die Beamten gegeben, sondern es seien lediglich Parolen gerufen worden. Der Polizist habe auch nicht in die Luft geschossen, sondern den Schuß gezielt auf den jungen Mann abgegeben.
Nach Bekanntwerden des Vorfalls, der von den griechischen Linken als Mord verstanden wird, ist es in der vergangenen Nacht zu lautstarken Protesten gekommen, in deren Rahmen auch zahlreiche Polizeiwachen angegriffen und Hunderte von Banken, Autos, Regierungsgebäuden und Geschäften demoliert und in Brand gesetzt. Für den heutigen Sonntag sind in zahlreichen Städten Griechenlands Demonstrationen gegen die Polizeigewalt angesetzt. Der 37 Jahre alte Polizist, der den tödlichen Schuss abgegeben haben soll, beharrt bislang auf seiner Aussage, er habe lediglich drei Warnschüsse abgefeuert, nachdem eine Gruppe Autonomer den Streifenwagen angegriffen habe, in dem er mit einem Kollegen saß. Einer der Schüsse habe dann den Jugendlichen als Querschläger getroffen. Augenzeugen betonten jedoch auch gegenüber den griechischen Medien, es sei vor den tödlichen Schüssen nur zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. »Es war kaltblütiger Mord«, sagte ein Augenzeuge im Rundfunk, der Polizist habe den Jugendlichen gezielt erschossen. Die beiden Polizeibeamten sind vorläufig festgenommen worden. Innenminister Prokopis Pavlopoulos warnte vor voreiligen Schuldzuweisungen: »Wir warten auf die gerichtsmedizinischen Ergebnisse.« Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. Die sozialdemokratische Oppositionspartei Pasok verurteilte die Ereignisse und sah die Schuldigen bei den »Verantwortlichen in Politik und Polizei«. Neuere Artikel:
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