| Fünf kubanische Helden gegen US-Agenten austauschen? | | Drucken | |
| Kuba |
| Freitag, den 19. Dezember 2008 um 02:00 Uhr |
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Agenturberichten zufolge hat der kubanische Präsident Raúl Castro heute während einer Pressekonferenz in Brasilia vorgeschlagen, in Cuba inhaftierte »Dissidenten« gegen die seit zehn Jahren in US-Gefängnissen inhaftierten fünf Kubaner auszutauschen, die antikubanische Terrororganisationen unterwandert hatten, um Anschläge auf der Insel zu verhindern.
Eigentlich hatte Castro gemeinsam mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva über die Ergebnisse ihrer Unterredungen informieren wollen. Dann wurde er jedoch von einem Journalisten nach der Situation der in Cuba inhaftierten »Dissidenten« gefragt. Der sichtlich ungehaltene Castro schlug daraufhin vor: »Machen wir Geste gegen Geste. Wenn ihr sie auslösen wollt, sagt uns das morgen und wir schicken sie euch mit ihrer Familie und allem. Aber ihr gebt uns unsere fünf Helden zurück, das wäre eine Geste von beiden Seiten. Sie sind seit zehn Jahren gefangen, sie wurden zu zweimal lebenslänglich verurteilt.« Auf die Frage nach der Wirtschaftsblockade der USA gegen Cuba zeigte sich Raúl gelassen. Es bestehe keine Eile damit, die Blockade aufzuheben, denn Cuba haben mit diesen Sanktionen bereits fast 50 Jahre gelebt. Er sei aber bereit, dieses Thema mit dem gewählten US-Präsidenten Barack Obama zu diskutieren, wenn dieser im Januar sein Amt angetreten habe. »Wir sind bereit, mit Herrn Obama zu sprechen, wo und wann er will, aber ohne den mindesten Schatten auf unsere Souveränität zu werfen und ohne von uns Gesten zu verlangen. Wir müssen keine Gesten bringen, aber wir fordern auch keine von ihnen«, betonte der kubanische Präsident. Lula pflichtete seinem Amtskollegen bei: »Cuba muss keine Geste machen, wer eine Geste machen muss sind die USA, denn sie haben schon die Geste getan, die Insel zu blockieren«. Er kündigte an, Brasilien werde gemeinsam mit anderen Ländern die Initiative ergreifen, damit die 1962 verhängte Suspendierung der kubanischen Mitgliedschaft in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aufgehoben wird. Dabei gehe es jedoch nicht darum, eine Rückkehr Cubas in die OAS zu ermöglichen, denn »Cuba will nicht in die OAS zurückkommen«. Die Organisation müsse aber eine »historische Reparatur« vornehmen. Verwandte Artikel: |





