| Evo Morales verstaatlicht BP-Tochter | | Drucken | |
| Bolivien |
| Samstag, den 24. Januar 2009 um 13:37 Uhr |
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Kurz vor dem am morgigen Sonntag stattfindenden Referendum über die neue Verfassung Boliviens hat die Regierung des Andenstaates am Freitag das Erdölunternehmen Chaco, eine Tochter des britischen Ölmultis BP, verstaatlicht. In Begleitung des Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes COB, Pedro Montes, und des Befehlshabers der Streitkräfte, Vizeadmiral José Luis Cabas, sowie von Ministern und Vertretern der sozialen Bewegungen kündigte Präsident Evo Morales die Umsetzung eines Dekretes an, das die Rückverstaatlichung aller Unternehmen aus dem Erdölbereich vorsieht.
»Ich rufe die Arbeiter und Techniker auf, an der Rückgewinnung der staatlichen Unternehmen mitzuwirken«, rief Morales die Beschäftigten des Unternehmens auf. Chaco ist einer der wichtigsten Produzenten von Flüssiggas sowie einer der wichtigsten Benzin- und Diesellieferanten. Die nun vollständige Verstaatlichung des Unternehmens war notwendig geworden, nachdem Verhandlungen mit der Unternehmensleitung über den Kauf einer Mehrheit der Aktien durch die Regierung gescheitert waren. Wie Evo Morales hervorhob, festigt die bolivianische Regierung mit diesem Schritt ihre Politik der Rückführung privatisierter Unternehmen in Staatseigentum. Der Präsident kündigte in seiner Rede an, der Prozess der Rückgewinnung privatisierter Unternehmen und Naturressourcen werde fortgesetzt. Er dankte den Gewerkschaften, den Streitkräften, Indígenas und Arbeitern für ihre Unterstützung. COB-Chef Pedro Montes lobte die Anstrengungen der Regierung, das Eigentum des Volkes von den transnationalen Konzernen zurückzuholen. »Die beste Ehrung für das Land und für die, die ihr Leben in den sozialen Kämpfen gegeben haben, ist die Rückgewinnung dessen, was uns gehört. Evo Morales ist nicht alleine, denn ihn begleiten alle Arbeiter«, betonte der Gewerkschafter. Neuere Artikel:
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