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Die FMLN siegt in El Salvador: Mauricio Funes neuer Präsident | Drucken |  E-Mail
El Salvador
Montag, den 16. März 2009 um 10:06 Uhr
Mit 51,2 Prozent hat die Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN), die frühere Guerrillaorganisation El Salvadors, die Präsidentschaftswahlen in dem mittelamerikanischen Land gewonnen. Nach Auszählung von 92,02 Prozent der Stimmen liegt sie deutlich vor dem Kandidaten der rechten ARENA, Rodrigo Ávila, der auf 48,72 Prozent kam und mittlerweile den Sieg der Linken anerkannt hat. Damit gehen 20 Jahre ARENA-Herrschaft zu Ende. Die Partei der Todesschwadrone während des Bürgerkrieges in den 80er Jahren hatte in ihrer Amtszeit mit ihrer rechten Politik das Land zu einem der engsten Verbündeten Washingtons gemacht.

Tausende Salvadoreños feierten auf den Straßen den Sieg der FMLN mit Sprechchören »Sí, se pudo« (Ja, wir haben es gekonnt!) und Feuerwerk. Der neue Präsident El Salvadors feierte gemeinsam mit seinen Anhängern und nannte den Erfolg der Frente »ein neues Friedens- und Versöhnungsabkommen«. Er dankte allen, die die Angst besiegt hätten und für den Weg der Hoffnung gestimmt hätten. »Ich will der Präsident der sozialen Veränderung und des Wiederaufbaus sein. Es ist Zeit, in die Zukunft zu gehen und die Rache eine Sache der Vergangenheit sein zu lassen«, sagte Funes mit Blick auf die Verantwortung der ARENA für unzählige Verbrechen in den vergangenen Jahrzehnten, die ihren vorläufigen Schlußpunkt in einer blutigen Terrorwelle gegen linke Politiker während des Wahlkampfes hatte.

Im Namen des venezolanischen Volkes reihte sich auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez in die Schar der Gratulanten ein. In einer Erklärung des Außenministeriums in Caracas begrüßte der Staatschef den Wahlsieg, der »den historischen Strom festigt, der in diesem ersten Jahrzehnt des XXI. Jahrhunderts sich in ganz Lateinamerika und der Karibik erhoben hat und die Tore für andere Brudervölker öffnet, die solche Herausforderungen noch vor sich haben«. Die Söhne und Töchter Bolívars reichten Funes die Hand, um gemeinsam Rückständigkeit und Armut zu überwinden, heißt es weiter in dem Schreiben aus Caracas.
 

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