| Mordanschlag auf Nicaraguas Generalstaatsanwalt | | Drucken | |
| Nicaragua |
| Dienstag, den 07. April 2009 um 02:03 Uhr |
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Nicaraguas Generalstaatsanwalt Hernán Estrada ist heute Opfer eines Anschlags geworden und nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Während er mit Frühsport beschäftigt war, näherte sich ihm ein Unbekannter auf einem Motorrad. Wie Estrada später aussagte, wendete der Motorradfahrer mitten auf der Straße und schrie politische Parolen, die offenbar im Zusammenhang mit den Äußerungen einiger Bischöfe über einen angeblichen bewaffneten Aufstand im Norden des Landes standen.
»Ein Individuum auf einem Motorrad stieg ab, beschimpfte mich und legte aus kurzer Distanz auf mich an. Er traf mich mit mehrern Schüssen, alle waren auf den Kopf gezielt und die letzte Kugel traf mich im Nacken und ließ mich bluten. Das ließ den gescheiterten Mörder vielleicht glauben, er habe seinen Auftrag erfüllt«, berichtete der Funktionär, nachdem Nachbarn ihn gerettet und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht hatten. »Ich möchte einen Aufruf an einige Religionsvertreter richten, die zur Gewalt aufrufen, und an die Medien, die zur Gewalt anstiften und die die Hauptverantwortlichen für diesen verbrecherischen Akt sind, der nicht nur ein Attentat gegen meine Person, sondern gegen unsere Regierung, unseren Präsidenten ist, den ich mit all meiner Kraft versuche würdig zu vertreten, in dem ich nach Lösungen für die Probleme der Menschen suche«, sagte Estrada dem sandinistischen Fernsehsender Multinoticias Canal 4. Am Sonntag hatte der Vizepräsident der nicaraguanischen Bischofskonferenz, Abelardo Mata, in einem Interview mit der Zeitung »El Nuevo Diario« erklärt, im Norden des mittelamerikanischen Landes gäbe es bereits bewaffnete Gruppen, die Krieg gegen die sandinistische Regierung von Daniel Ortega führen wollten. Der katholische Bischof äußerte die »Befürchtung«, dass das Land wieder in einen Bürgerkrieg abrutschen könnte, zeigte zugleich aber Verständnis für Waffengewalt gegen die demokratisch gewählte Regierung: »Es ist traurig, dass wir an Waffen denken müssen, damit wir für unsere Rechte kämpfen können.« Polizei und Streitkräfte Nicaraguas haben bislang die Existenz der bewaffneten Gruppen nicht bestätigt. Neuere Artikel:
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