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Ortega: Kein Unterscheid zwischen Bush und Obama | Drucken |  E-Mail
Nicaragua
Donnerstag, den 21. Mai 2009 um 22:45 Uhr
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega sieht keinen Unterschied zwischen dem früheren US-Präsidenten George W. Bush und seinem Amtsnachfolger Barack Obama. Zumindest in der Außenpolitik verfolge Obama die selbe Linie wie Bush, vor allem hinsichtlich der Blockade Cubas und der Kriege im Irak und in Afghanistan. »Sie wollen, dass wir ihre Einmischungspolitik akzeptieren, deshalb sehe ich keinen Unterschied. Der einzige Unterschied ist die Hautfarbe«, sagte Ortega während der Feierlichkeiten zum Geburtstag Augusto C. Sandinos.

»Bush machte den Krieg gegen den Irak und Afghanistan und der Krieg geht weiter«, sagte Ortega und verwies auf den Tod von 145 Menschen in Afghanistan nach einem US-amerikanischen Luftangriff. Während die Blockade Cubas fortgesetzt werde, bedrohe Washington Nicaragua mit der Aussetzung des Hilfsprogramms zur Erreichung der UN-Milleniumsziele, »wenn wir nicht tun, was sie wollen«. Ortega würdigte zugleich die Ankündigung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, dass die Bolivarische Alternative ALBA einspringen werde, wenn die USA ihre Hilfen tatsächlich einstellen.

Weiter kritisierte Ortega auch die Forderungen der Europäischen Union nach einem Freihandelsabkommen mit Mittelamerika, das dem mit den USA abgeschlossenen Cafta-Abkommen gleiche. »Sie wollen, dass all ihre Produkte freien Eintritt in Mittelamerika haben, aber sie wollen nicht das selbe auf dem Markt der Europäischen Union«, kritisierte Ortega. Um zu einem Abkommen zu gelangen, müssten die reichen Staaten Europas einen Fonds finanzieren, aus dem die riesigen Unterschiede zwischen der EU und den mittelamerikanischen Ökonomien ausgeglichen werden, forderte der nicaraguanische Präsident.
 

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