| Zelaya nach Costa Rica verschleppt - Außenministerin Rodas und ALBA-Botschafter entführt! |
| Honduras |
| Sonntag, den 28. Juni 2009 um 19:30 Uhr |
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Letzte Meldung: Die Botschafter von Nicaragua, Venezuela und Cuba konnten in ihre Vertretungen zurückkehren, nachdem sie von vermummten Soldaten geschlagen und zunächst verschleppt worden waren. Die honduranische Außenministerin Patricia Rodas wird in der Luftwaffenbasis von Tegucigalpa festgehalten. Das bestätigte der venezolanische Botschafter in Honduras, Laguna, gegenüber TeleSur Der gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, hat in einem Telefongespräch mit dem lateinamerikanischen Nachrichtensender TeleSur die Spitze der honduranischen Streitkräfte für den Staatsstreich verantwortlich gemacht und sie des »Verrats« bezichtigt. Er sei unter der Drohung, erschossen zu werden, verschleppt und nach Costa Rica entführt worden, bestätigte Zelaya gegenüber dem Sender die rund eine Stunde zuvor kursierende Information. Er habe kein Asyl in Costa Rica beantragt, sondern sei Opfer einer Entführung und unter vorgehaltener Waffe zum Verlassen des Landes gezwungen worden. Er forderte alle Staatschefs des Kontinents, einschließlich der US-Administration, auf, Stellung zu den Vorgängen zu nehmen. Wie soeben gemeldet wurde, sind die honduranische Botschafterin Patricia Rodas sowie die Botschafter von Nicaragua, Cuba und Venezuela in Tegucigalpa von vermummten Kommandos verschleppt worden. Derzeit berät die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in einer Sondersitzung über die Lage in Honduras. Der honduranische Botschafter bei der Organisation, Carlos Sosa Coello, verurteilte in der Sitzung den Staatsstreich und berichtete, wie ihn Familienangehörige des Präsidenten über die Lage informierten. Die Bolivarische Allianz ALBA informierte, dass die Präsidenten des Bündnisses derzeit über gemeinsame Maßnahmen angesichts des Staatsstreiches im Mitgliedsland Honduras beraten. Venezuelas Staatschef Hugo Chávez bestätigte, er sei in ständigem Kontakt mit Fidel Castro, dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro und Boliviens Staatschef Evo Morales. Am Regierungspalast in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa versammeln sich Medienberichten zufolge immer mehr Menschen, die aus allen Teilen der Stadt in das Zentrum ziehen und sich dort den Soldaten gegenüber sehen, die das Regierungsgebäude abgeriegelt haben. Um die Berichterstattung im Land zu verhindern, wurde das Signal des lateinamerikanischen Nachrichtensenders TeleSur in den Kabelnetzen von Honduras gestoppt. Der Staatssender wurde ebenfalls von den Putschisten besetzt und schweigt. Wie der Sender meldet, wird die Volksbefragung, die Auslöser des Putsches war, offenbar in weiten Teilen des Landes trotz des Staatsstreiches fortgesetzt - auch das ein Zeichen des Widerstandes gegen die Putschisten. Die Europäische Union fordert die sofortige Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in Honduras, erklärten Spaniens Außenminister Miguel Ángel Moratinos und als Vertretung der gegenwärtigen EU-Präsidentschaft der tschechische Außenminister Jan Kohout. In zahlreichen Städten Venezuelas und anderer Länder des Kontinents gehen derzeit die Menschen in Solidarität mit dem Volk von Honduras auf die Straße. Neuere Artikel:
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