| Generalstreik gegen Putsch - Hunderte Demonstranten fordern in Tegucigalpa Rückkehr von Zelaya |
| Honduras |
| Sonntag, den 28. Juni 2009 um 21:47 Uhr |
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Hunderte von Menschen haben sich in Tegucigalpa vor dem von Militärs abgeriegelten Regierungspalast versammelt und fordern lautstark die Rückkehr des verfassungsmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya. Das berichtet die kubanische Agentur Prensa Latina. »Wir wollen Mel«, rufen die aus allen Teilen der Haupstadt zusammenströmenden Menschen unter Anspielung auf Zelayas Spitznamen. Von einem Lastwagen aus forderte ein Vertreter der Volksorganisationen die Menschen auf, solange vor dem Regierungsgebäude versammelt zu bleiben, bis die verfassungsmäßige Ordnung wieder hergestellt ist.
»Mel ist der einzige Präsident, der sich je um das Glück des Volkes gekümmert hat«, rief der Sprecher. »Wir rufen die Soldaten und Offiziere auf, dass sie ihren Kommandeuren einen Schlag versetzen. Hier ist euer Volk, nicht das von wenigen Reichen«, rief der den Soldaten zu, die den Regierungssitz und die Plaza Morazán abgeriegelt haben. Mehrere Demonstranten errichteten Barrikaden aus Reifen, Holz und anderen Dingen, während Militärhubschrauber die Protestdemonstration ständig überwachen. In der ganzen Hauptstadt sind Strom, Telefonverbindungen und Internetzugänge unterbrochen worden. Die Demonstranten fordern außerdem die Durchführung der für heute vorgesehenen Volksbefragung, deren Logistik heute morgen ebenfalls von den Putschisten beschlagnahmt wurde. Gewerkschaftssprecher Maritza Zomoza teilte Prensa Latina mit, dass die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes zum Generalstreik gegen den Staatsstreich aufgerufen haben. Die Führung des Gewerkschaftsbundes CUTH habe sich versammelt, um eine neue Strategie zur Zerschlagung des Militärputsches zu beraten. »Wir haben keine Angst«, riefen auch die Demonstranten den Soldaten zu. Unterdessen hat der honduranische Präsident Manuel Zelaya gemeinsam mit dem Staatschef von Costa Rica, Oscar Arias, bei einer Pressekonferenz auf dem Flughafen von San José, der Hauptstadt Cosa Ricas, den Staatsstreich verurteilt. Arias forderte alle Regierungen des Kontinents zu einer Verurteilung des Putsches »ohne Wenn und Aber« auf und kündigte an, am Montag gemeinsam mit Zelaya, dem rechtmäßigen Präsidenten von Honduras, an einem mittelamerikanischen Gipfeltreffen in Managua teilzunehmen. Venezuelas Präsident Hugo Chávez warnte die Putschisten, dass die Regierungen und Völker Lateinamerikas nicht mit den Händen in den Hosentaschen abwarten werden und ihre Aktionen auch nicht auf Fernsehansprachen beschränken werden. Der Präsidentenrat der Bolivarischen Allianz arbeite bereits, um den Putsch zum Scheitern zu bringen. Neuere Artikel:
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