| Widerstand wächst - Warnung vor schmutzigem Spiel der OAS | | Drucken | |
| Honduras |
| Freitag, den 03. Juli 2009 um 00:04 Uhr |
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Trotz der Verhängung des Ausnahmezustandes und der Aufhebung der verfassungsmäßigen Garantien gewinnt der Widerstand in Honduras weiter an Kraft. Mitglieder der Bolivarischen Morazanischen Zirkel erklärten gegenüber der kubanischen Agentur Prensa Latina, dass die Demonstrationen und Proteste bis zur Rückkehr des Präsidenten Manuel Zelaya fortgesetzt werden. Allerdings sei man nun gezwungen, auch »neue Alternativen« anzuwenden. So sei man gezwungen, die Mitglieder der Widerstandsbewegung wegen des Ausnahmezustandes besonders in den Morgenstunden aif sichere Orte zu verteilen, um Massenverhaftungen zu verhindern. »Wir befinden uns praktisch im Untergrund, um Widerstand leisten zu können«, sagte Ángel Alvarado von der Gruppe.
Der von Bauern- und Arbeiterverbänden ausgerufene Generalstreik gewinnt offenbar weiter an Kraft, obwohl private Einrichtungen noch arbeiten. In der zweitgrößten Stadt des Landes, San Pedro Sula, wurde der örtliche Bürgermeister Roberto Padilla Suncery von den Putschisten abgesetzt und durch einen Vertreter des Regimes ersetzt. Die Fraktionschefin der Linkspartei UD im honduranischen Parlament, Silvia Ayala, bestätigte, dass man den Bürgermeister zum Schutz seines Lebens in ein Nachbarland gebracht habe. Die Abgeordnete berichtete weiter, dass auch andere gewählte Volksvertreter, die sich den Protesten gegen die Putschisten angeschlossen haben, nun Opfer der Repression sind. In mehrere Rathäuser seien bewaffnete Soldaten eingedrungen und verhinderten den Zugang zu den Einrichtungen. Auch zehn Abgeordnete der Liberalen Partei, die sich der Farce der »Wahl« von Micheletti im Parlament widersetzt haben, seien nun Verfolgungen durch das Militär ausgesetzt. Die Abgeordneten der UD erklärten, dass sie keine Anweisung der illegalen Regierung von Roberto Micheletti befolgen werden. Unterdessen wächst die Sorge, dass OAS-Generalsekretär Insulza einen Kuhhandel mit den Putschisten abmacht. Unter Berufung auf »The New York Times« warnt Prensa Latina, dass Funktionäre der OAS dabei sind, eine Amnestie für die honduranischen Putschisten auszuhandeln. Weiter soll demnach Zelaya garantieren, dass er keine zweite Amtszeit anstrebe, obwohl er dies bereits öffentlich erklärt hat. Für den heutigen Donnerstag wird in Tegucigalpa die Ankunft von Insulza erwartet. Der rechtmäßige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, bestätigte die Reise Insulzas, erklärte jedoch, der OAS-Generalsekretär werde in der honduranischen Hauptstadt lediglich das Ultimatum der Regierungen der Welt an die Putschisten überbringen, jedoch keine Verhandlungen führen. »Auf Anordnung der Präsidenten von den USA bis nach Patagonien in Chile wird er sie informieren, dass ihre Zeit abgelaufen ist, die gesamte Welt den Putsch verurteilt und sie zum Volkswillen zurückkehren müssen, anstatt sich mit Waffengewalt an der Macht zu halten«, sagte Zelaya gegenüber TeleSur. Einer Meldung der honduranischen Internetseite Honduras Laboral zufolge, hat die US-Botschaft in Tegucigalpa als erste diplomatische Maßnahme allen Putschisten und ihren Familienangehörigen die Einreisevisa in die USA entzogen und wird entsprechende Anträge ablehnen. Zu den Betroffenen dieser Maßnahme gehören der Putschisten-»Präsident« Micheletti mitsamt seiner Familie und die Abgeordneten, die an der Parlamentssitzung teilgenommen haben, bei der Michelettio zum »Präsidenten« erklärt worden war. Neuere Artikel:
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