| Trotz Massaker: Kein Ende der Proteste in Tegucigalpa | | Drucken | |
| Honduras |
| Montag, den 06. Juli 2009 um 20:29 Uhr |
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Tausende von Menschen demonstrieren auch heute in Tegucigalpa gegen die Putschisten. TeleSur zeigt Aufnahmen, auf denen Demonstranten blutige Stoffe in die Höhe halten, offenbar Spuren der blutigen Repression, mit denen die Putschisten gegen die nach Hunderttausenden zählende Großdemonstration am Flughafen der Hauptstadt vorgegangen waren. »Mörder, Mörder« und »Wir wollen Mel« rufen die Demonstranten, die sich auch von einem in der gesamten Stadt präsenten Großaufgebot des Militärs nicht einschüchtern lassen.
In einer kurzen Erklärung hatte die »Nationale Front gegen den Staatsstreich« für heute morgen um 8 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) zu einer weiteren Demonstrantion an der Pädagogischen Hochschule in Tegucigalpa aufgerufen. In der Erklärung der Widerstandsbewegung heißt es: »Gestern fand eine noch größere Demonstration statt, um den Präsidenten zu empfangen. Aber diesmal musste sie sich dem Feuer und der Repression des Militärs entgegenstellen. Die friedliche Demonstration wurde schrecklich unterdrückt, zwei Personen starben und Hunderte wurden verletzt. Die Landung des Präsidenten wurde behindert, aber er bleibt bereit, in sein Land zurückzukehren. Heute müssen wir weiter Widerstand leisten.« Gegenüber der kubanischen Agentur Prensa Latina informierte der Präsident des honduranischen Menschenrechtskomitees, Hugo Maldonado, dass offenbar Todesschwadrone Jagd auf Führungspersönlichkeiten des Widerstandes machen. Bewaffnete Personen seien wenige Stunden nach der blutigen Repression in seine Wohnung und in die Häuser anderer Aktivisten eingedrungen. Er habe Informationen, dass diese Gruppen Gefangene in Privathäusern inhaftieren wollen. Maldonado rief die UNO zu einer sofortige Intervention auf, bevor sich das Land vollkommen zum Schauplatz einer Menschenjagd entwickle. »Die Situation ist schlimmer als in den 80er Jahren, als die Militärs, die Teil der Putschistenregierung sind, viele Honduraner verschwinden ließen«, warnte Maldonado. Neuere Artikel:
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