| Evo Morales: US-Südkommando putschte mit | | Drucken | |
| Bolivien |
| Mittwoch, den 15. Juli 2009 um 01:15 Uhr |
|
Das Südkommando der Vereinigten Staaten ist in den Putsch vom 28. Juni in Honduras verwickelt, die Strukturen des Imperiums haben sich auch durch den Amtsantritt von Barack Obama nicht verändert. Das erklärte Boliviens Präsident Evo Morales bei einer Pressekonferenz zum Abschluß eines kurzen Besuchs in Uruguay.
»Ich habe Informationen aus erster Hand, dass das Imperium über das Südkommando der Vereinigten Staaten den Staatsstreich in Honduras gemacht hat«, sagte Morales. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr Bolivien am Rande eines Staatsstreiches gestanden haben, der sich nun in Honduras ereignet habe. Der Putsch sei »eine Aggression, eine Provokation des Imperiums«. Historisch aber hätten die Völker die Imperien besiegt, warnte Morales und rief die Länder Lateinamerikas auf, sich daran zu erinnern, wie man unter Diktaturen lebt. Während des nur acht Stunden dauernden Besuchs von Evo Morales in Uruguay unterzeichneten er und sein Amtskollege Tabaré Vázquez eine gemeinsame Erklärung, wonach sie keine Regierung anerkennen werden, die aus dem Bruch der verfassungsmäßigen Ordnung in Honduras hervorgehe, die rechtmäßige Regierung bleibe die von Manuel Zelaya. »Die Zusammenarbeit mit den USA wird immer von der Bedingung bestimmt, die Naturressourcen zu privatisieren und ein neoliberales Modell umzusetzen«, kritisierte Morales weiter. Boliviens Präsidentschaftsminister Juan Ramón Quintana ergänzte, dass die ökonomisch und politisch mächtigen Gruppen in der ostbolivianischen Provinz Pando es zugelassen haben, dass Einheiten des US-Südkommandos auf bolivianischem Gebiet Operationen durchführten. Diese Gruppen interessiere nicht die nationale Souveränität, sondern nur ihre eigenen Interessen, kritisierte der Minister. Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|
