| "Unser Land ist ein Gefängnis" | | Drucken | |
| Honduras |
| Mittwoch, den 23. September 2009 um 16:52 Uhr |
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Nach der Rückkehr des Präsidenten Zelaya nach Tegucigalpa ist es zu schweren Übergriffen von Militär und Polizei gegen Demonstranten gekommen. Mindestens zwei Tote, zahlreiche Verletzte und Hunderte von Festnahmen waren die Folge. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission hat den exzessiven Einsatz von Gewalt gegen die Demonstranten massiv kritisiert. Auch gegen die Menschenrechtsorganisation COFADEH (Komitee der Familienangehörigen der Verschwundenen) wurde mit Tränengas und physischer Gewalt staatlicher Sicherheitskräfte vorgegangen. Seit Montag nachmittag ist eine absolute Ausgangssperre verhängt worden. Diese wurde inzwischen zweimal verlängert. "Unser Land ist ein Gefängnis", schreiben Aktivisten der Widerstandsbewegung in ihren Internet-Tagenbüchern.
Die brasilianische Botschaft in Tegucigalpa, in der sich der zurückgekehrte Präsident Zelaya seit Montag aufhält, ist von Militärs umstellt. Die Putschisten haben der Botschaft Strom und Wasser abgestellt. Der illegitime Machthaber Micheletti hat Brasilen aufgerufen, Zelaya zu übergeben. Der brasilianische Präsident Lula da Silva und der spanische Ministerpräsident Zapatero haben die Putschisten aufgefordert, die Integrität des international anerkannten Präsidenten und der brasilianischen Botschaft zu respektieren. Auf Antrag Brasiliens soll sich nun der UN-Sicherheitsrat mit Honduras befassen. Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN und das europäische Netzwerk "Copenhagen Initiative for Central America" (CIFCA) fordern Außenminister Steinmeier auf, die Repression und Menschenrechtsverletzungen in Honduras zu verurteilen und den Druck auf das De-Facto-Regime zu erhöhen: "Wir fordern Außenminister Steinmeier auf, die Repression und Menschenrechtsverletzungen in Honduras öffentlich zu verurteilen", erklärt Martin Wolpold-Bosien, Mitarbeiter von FIAN und Präsident des Netzwerks CIFCA. "Deutschland muss wie Spanien und Brasilien darauf drängen, dass die Gewaltexzesse gestoppt werden und die Integrität des Präsidenten und der Botschaft gewahrt bleibt. Sonst eskaliert der Konflikt weiter". Neuere Artikel:
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