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Todesopfer von London starb nach Polizeiangriff |
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Gegen Krieg und Krise
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Mittwoch, den 08. April 2009 um 15:42 Uhr |
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Die britische Tageszeitung »The Guardian« hat ein Video und Fotos veröffentlicht, mit denen die offizielle Version der englischen Behörden über den Tod eines Mannes während der Proteste gegen das G20-Gipfeltreffen in London widerlegt wird. Während die Behörden von Anfang an jeden Verantwortung der Polizei für den Tod des 47-jährigen Mannes ausgeschlossen hatten, belegen die Dokumente, dass er unmittelbar vor seinem Zusammenbruch von der Polizei geschlagen worden war.
Offenbar befand sich der Mann, der Zeitungsverkäufer Ian Tomlinson, auf dem Heimweg nach Hause, als er mit den Händen in der Hosentasche die Polizeiketten passierte. Während er ganz offensichtlich die Polizisten in keinster Weise provozierte, forderten diese ihn auf, schneller zu gehen und begannen, ihn zu schupsen. Ein Polizist näherte sich ihm und schlug ihm mit einem Gegenstand gegen das Bein. Dann holte der Beamte aus und schleuderte Tomlinson mit beiden Händen zu Boden. Das Opfer musste sich von den Schlägen erst erholen. Andere Personen halfen ihm auf die Beine, während die Polizisten regungslos zusahen. Mit diesen Szenen endet das von »The Guardian« gezeigte Video.
Augenzeugenberichten zufolge sei das Opfern anschließend etwa drei Minuten lang mit glasigen Augen und zunehmend zitternd umher geirrt, bevor er zusammenbrach.
Die Aufnahmen stammen der Zeitung zufolge von einem aus New York stammenden Fonds-Manager, der die Proteste aus reiner Neugier beobachtet hatte. Er habe sich verpflichtet gefühlt, sein Material zu veröffentlichen, weil die Familie von offizieller Seite keine Antwort über die Vorgänge bekommen habe, kritisierte der Zeuge, dessen Name von der Zeitung nicht genannt wurde.
Andere Zeugen berichten weiter, der Mann sei bereits vor dem auf Vidoe festgehaltenen Augenblick von Polizisten geschlagen und zu Boden geschleudert worden. Die Fotografin Anna Branthwaite berichtet, Tomlinson sei nur wenige Minuten zuvor bereits in der Cornhill Street von einem Beamten von hinten ergriffen und geschlagen worden: »Das war ein sehr kräftiger Schlag von hinten. Der Beamte schlug ihm auch noch mit einem Stock, als er schon auf dem Boden lag. Es war also nicht nur so, dass der Beamte ihn geschlagen hat, es wurde zu einem richtigen Überfall«. Das Opfer habe die Polizisten weder beschimpft noch sie sonst in irgendeiner Weise provoziert, betonte die Zeugin.
Die britischen Liberaldemokraten forderten eine gerichtsmedizinische Untersuchung der Todesursache und eine umfassende Aufklärung der Todesumstände.
Quelle: The Guardian / RedGlobe |