Dienstag, 24. Mai 2016
Solidaritätsanzeige

Roberto Rodríguez (mitte) bei der Veranstaltung in Essen. Foto: Heinz-W. HammerRoberto Rodríguez (mitte) bei der Veranstaltung in Essen. Foto: Heinz-W. HammerAus Anlass des 40. Jahrestages der Gründung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. (FG) besucht der stellvertretende Europadirektor des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP), Roberto Rodríguez, derzeit Deutschland. Nach seiner Teilnahme an der  Bundesdelegiertenkonferenz der FG, die vom 3. bis 5. Oktober in Berlin stattfand, nutzte er seinen Besuch für eine Vortragsreise, bei der er in verschiedenen Städten der Bundesrepublik über die Entwicklung seines Landes sprach. Als letzte Station stand am 7. Oktober Essen auf seinem Kalender. In dieser Ruhrgebietsstadt hatten die FG-Regionalgruppe und die DKP Essen eingeladen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung unter dem Titel »Quo Vadis Cuba – Wohin strebt Cuba?«

Nach einer kurzen Einleitung durch den Referenten gab es bei der gut besuchten Veranstaltung mit Gästen aus verschiedenen politischen Spektren zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge, die durchweg von Respekt geprägt waren und vom Gast aus der Karibik mit großer Sachkenntnis und ebensolchem Engagement beantwortet wurden. In einem Kommentar aus dem Plenum wurde ausdrücklich anerkannt, dass dabei »Klartext« gesprochen, auch eigene Unzulänglichkeiten benannt und nicht »um den heißen Brei herumgeredet« wurde.

Die Themenpalette reichte dabei von den allgemeinen Prinzipien der »Lineamientos«, den Leitlinien für die in voller Umsetzung befindliche Aktualisierung des ökonomischen Modells Kubas, bis zu damit zusammenhängenden praktischen sozialen Problemen, von der Rolle der Jugend in diesem Prozess bis zur aktuellen Lage des Gesundheitswesens, von den praktischen Auswirkungen der barbarischen US-Blockade bis zu Kubas Rolle in der internationalen diplomatischen Arena, von der lateinamerikanischen Integration bis zu Kubas »Helden in weißen Kitteln« im internationalistischen Kampf gegen Ebola.

Die Veranstalter hatten die »Abschlusserklärung und Aktionsplan des X. Internationalen Kolloquiums für die Befreiung der Fünf Helden und gegen den Terrorismus« sowie eine Information über die internationale Aktion »An jedem 5. für die Fünf« verteilt und riefen die Gäste dazu auf, sich aktiv am Kampf um die Befreiung der drei immer noch in den USA inhaftierten Mitglieder der »Cuban Five« zu beteiligen. Wie bei jeder Veranstaltung der FG Essen waren auch an diesem Abend wieder fünf Plätze mit Stelltafeln als reserviert für die fünf Helden ausgewiesen.

Der Vertreter der FG Essen versicherte den Teilnehmern der Veranstaltung und dem kubanischen Gast, dass die Freundschaftsgesellschaft in diesem Kampf nicht nachlassen werde, bis auch der letzte der »Cuban Five« wieder bei seiner Familie in Kuba ist. Ebenso wie Kuba selbst ein Vorbild an Internationalismus sei, brauche das Land weiterhin internationale Solidarität.

Die qualifizierte Übersetzung der Beiträge von Roberto Rodríguez durch den Bundesvorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft, Günter Pohl, trug das ihrige zum Gelingen der Veranstaltung bei. Rodríguez bedankte sich seinerseits in seinem Schlusswort für die Einladung durch die FG zu der auch für ihn lehrreichen Vortragsreise, für die gute Organisation und die Gastfreundschaft in allen von ihm besuchten Gruppen. Er legte wert auf die Feststellung, dass es in keiner der stattgefundenen Veranstaltungen Aggressionen gegen ihn persönlich oder gegen Kuba gegeben habe, sondern durchweg Diskussionen, die auf hohem inhaltlichen Niveau geführt worden seien.

Alle Teilnehmenden konnten mit zahlreichen »frischen« Informationen und der Zuversicht in den Spätsommerabend gehen, dass Kuba trotz aller Probleme, trotz umfassender Blockade und anhaltender Subversionstätigkeit durch die USA und deren Partnern an seiner sozialistischen Orientierung festhalten wird.

Eine Fotogalerie der Veranstaltung gibt es unter http://www.cubafreundschaft.de/Home/home.html#ICAP-2014-10-07