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Iran wirft Deutschland Steuerung der Unruhen vor | Drucken |  E-Mail
Iran
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 16:31 Uhr

Unruhen in TeheranDie iranische Regierung wirft deutschen Diplomaten vor, die Unruhen am vergangenen 27. Dezember geplant zu haben. Damals hatten oppositionelle Demonstranten die religiösen Prozessionen zum schiitischen Ashura-Fest in Teheran zu Protesten gegen die Regierung ausgenutzt. Bei den sich daraus entwickelnden Unruhen waren mehrere Menschen ums Leben gekommen.



Ein Sprecher des iranischen Geheimdienstministeriums sagte am Mittwoch nun gegenüber Journalisten, eine Reihe deutscher Diplomaten sei in die Ausschreitungen verwickelt gewesen. »Die Unruhen an diesem Tag waren vorgeplant und einige Netzwerke konterrevolutionärer Agenten und westlicher Geheimdienst waren darin verwickelt«, sagte der namentlich nicht genannte Offizier.

Wie der staatliche Rundfunk berichtet, seien mehrere Agenten verhaftet worden, die von deutschen Diplomaten in Teheran angeleitet worden seien. Diese Agenten hätten an Empfängen in der Botschaft und Treffen mit Diplomaten teilgenommen und täglich mit ihnen Informationen ausgetauscht. Die Botschaftsvertreter, deren Decknamen »Yugi« und »Ingo« gewesen seien, hätten die Iraner genutzt, um an Informationen zu kommen und um die iranischen Geheimdienststrukturen zu unterwandern, hieß es. Dem Ministerium lägen Filme und Fotos von den Aktivitäten der deutschen Diplomaten vor, erklärte der Offizier.

Unter den Verhafteten soll sich dem iranischen Rundfunk zufolge ein Berater von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi befinden. Dieser habe eingestanden, dass er mit Geheimdiensten in Verbindung stand und insgeheim Nachrichten ins Ausland übermittelt habe.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin wies die Vorwürfe der iranischen Regierung zurück.

 

 

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