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Unrecht etwas verkürzt | Drucken |  E-Mail
USA
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 07:56 Uhr

Fünf KubanerEine Bundesrichterin in Miami hat gestern (Ortszeit) das neue Strafmaß für zwei der fünf in US-Gefängnissen inhaftierten fünf Kubaner verkündet. Ein Berufungsgericht in Atlanta hatte das Strafmaß von drei der in Kuba als Helden verehrten Männer als überzogen bezeichnet und nach Miami zurückverwiesen. Nun reduzierte die Richterin das Strafmaß von Ramón Labañino, der zunächst zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden war, auf 30 Jahren. Die Strafe von Fernando González wurde von 19 auf 18 Jahre verkürzt.
Fernando González, Antonio Guerrero, Gerardo Hernández, René González und Ramón Labañino sind seit dem 12. September 1998 in den USA inhaftiert, nachdem sie antikubanische Terrororganisationen unterwandert hatten, die von Miami aus Anschläge auf Kuba vorbereitet hatten. Während die US-Behörden gegen die Terroristen nicht vorging, wurden die fünf Aufklärer als »Spione« verurteilt.

In einer Erklärung haben Antonio, Ramón und Fernando den nach wie vor »absolut politischen Charakter« des Prozesses hervorgehoben. »Obwohl drei Urteile teilweise reduziert wurden, lastet das Unrecht weiter über allen, während die cubano-amerikanischen Terroristen weiterhin Straffreiheit genießen«, kritisieren sie in ihrer Erklärung.

Der kubanische Parlamentspräsident Ricardo Alarcón hob die Bedeutung der Verringerung des Strafmaßes hervor. Dadurch würden sich die Haftbedingungen der Fünf verändern, »weil die Justiz der USA einräumen mußte, daß sie Fehler gemacht hat«. Er forderte US-Präsident Barack Obama, der in dieser Woche den Friedensnobelpreis erhalten soll, auf, sein Wahlversprechen einzuhalten und die Beziehungen zu Kuba zu verbessern.

Auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez forderte die sofortige Freilassung der fünf Helden und erinnerte daran, dass die USA noch immer dem international gesuchten Terroristen Luis Posada Carriles Unterschlupf gewähren.

 

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