Mittwoch, 19. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Im Sudan sind nach großen Protesten einige der letzten Monat festgenommenen politischen Gefangenen freigekommen, darunter auch Hanadi Fadl, Mitglied des Politbüros der Sudanesischen Kommunistischen Partei (SCP). Allerdings sind weiterhin der Generalsekretär der SCP Mukhtar Alkhatieb und weitere Mitglieder des Politbüros Gefangene der Diktatur. Für die SCP ist das ein klares Zeichen, dass die Partei in der Schusslinie des Regimes ist. Die SCP wird ihren Kampf fortsetzen das Regime zu kippen, und fordert, alle politischen Gefangenen freizulassen.

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comunistaWir dokumentieren nachstehend einen gemeinsamer Appell der Kommunistischen und Arbeiterparteien zur sofortigen Freilassung der Leitung der Sudanesischen Kommunistischen Partei und aller politischen Gefangenen in Solidarität mit den arbeitenden Menschen des Sudan

Die Kommunistischen und Arbeiterparteien, die dieses Statement unterzeichnen, haben gesicherte Informationen erhalten, dass in den vergangenen Tagen Genosse Mohamed Mokhtar Al-Khatieb, der Politische Sekretär der Sudanesischen Kommunistischen Partei, und ein Teil der Mitglieder des Parteivorstandes, sowie führende Kader der SKP von Sicherheitskräften des Regimes verhaftet wurden.

Seit Anfang Januar gibt es im Sudan Proteste gegen die Regierung, die mit ihrer Entscheidung, den Import von Getreide zu privatisieren, dafür gesorgt hatte, dass sich der Preis für das Grundnahrungsmittel Brot verdoppelte. Die Polizei geht mit aller Härte gegen die Demonstranten vor, der Geheimdienst NISS verhaftete gezielt führende Mitglieder der Sudanesischen Kommunistischen Partei (SCP).

Inzwischen hat die sudanesische Staatsmacht einen Teil der politischen Gefangenen in weit entfernte Gefängnisse im Westen Sudans verlegt. Diesen Gefängnissen, in Zalingh und Shale, mangelt es an Grundausstattung zur Unterbringung von Häftlingen., es herrschen inhumane Bedingungen. Es geht dem Regime darum, die Gefangenen zu isolieren, den Kontakt zu ihren Familien, Rechtsbeiständen zu behindern und die medizinische Versorgung zu komplizieren. Diese Verlegung bringt die Leben der Gefangenen in große Gefahr.

comunistaGemeinsamer Aufruf kommunistischer und Arbeiterparteien: Für die sofortige Freilassung der Führer der Sudanesischen Kommunistischen Partei und aller politischen Gefangenen

Die kommunistischen und Arbeiterparteien, die diese Stellungnahme unterzeichnen, haben verifizierte Information erhalten, dass in den vergangenen Tagen Gen. Mohamed Mokhtar Al-Khatieb, der politische Sekretär der Sudanesischen KP, einige weitere Mitglieder des Zentralkomitees sowie leitende Kader der Partei durch Sicherheitskräfte des Regimes verhaftet wurden.

Kommunistische Partei des SudanKommunistische Partei des SudanIm September hatten sich die Kommunisten des Sudan an die internationale Öffentlichkeit gewandt und um Solidarität gegen die Verhaftung von Mitgliedern ihrer Partei und Gewerkschaftern gebeten (siehe hier). Nun hat ihr Kampf einen ersten Erfolg errungen, über den die sudanesischen Kommunisten in einem Schreiben berichten. Wir dokumentieren nachstehend die vom Newsportal der DKP besorgte Übersetzung:

Dank des Volkskampfes, der Standfestigkeit der Verhafteten und der internationalen Solidarität ist eine grosse Zahl der kürzlich Verhafteten freigelassen worden.

Sudans Kommunisten unter DruckSudans Kommunisten unter DruckGewerkschafter und die Kommunistische Partei sind im Sudan schweren Verfolgungen ausgesetzt.In einer Mail unterrichtete die sudanesische KP auch die deutschen Kommunisten über die Lage. Hier der Text der Nachricht:

Liebe Genossen,

wir wollen euch zur Kenntnis bringen, dass Regierungspräsident Albashir auf einer Pressekonferenz am vergangenen Sonntag neue Massnahmen angekündigt hat, um die Preise für Waren des täglichen Bedarfs zu erhöhen. Dagegen kam es in mehreren Städten zu Massendemonstrationen. In Madni, der zweitgrössten Stadt, kames zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen den Sicherheitskräften und den friedlichen Demonstranten. Infolge des Einsatzes von scharfer Munition durch die Polizei wurde eine Person getötet, über dreissig Menschen wurden verletzt, einige sehr schwer. Das Regime begann mit einer Repressionswelle gegen die Opposition. In unbestätigten Berichten ist von 148 Verhaftungen die Rede.

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