19 | 08 | 2019

Rafael CorreaVerfassungstreue Militärs haben den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa aus dem Krankenhaus befreit, in dem er von meuternden Polizisten zwölf Stunden lang belagert worden war. In einem Rollstuhl sitzend und mit einer Gasmaske geschützt wurde der Staatschef umgeben von zahlreichen Angehörigen einer Sondereinsatzgruppe der Streitkräfte aus dem Gebäude gebracht, während zugleich Schüsse fielen. Bei den Gefechten zwischen regierungstreuen Soldaten und den Putschisten wurden offenbar mindestens ein Mensch getötet. Zehntausende Menschen demonstrierten in der Umgebung des Krankenhauses gegen den Putschversuch.

In einer über alle Rundfunk- und Fernsehsender des Landes ausgestrahlten Ansprache kündigte Correa nach seiner Befreiung eine Säuberung der Nationalen Polizei an. Bei der Entführung, deren Opfer er geworden sei, habe es sich um eine Verschwörung gehandelt, hinter der er den früheren Präsidenten Lucio Gutiérrez vermutete. Der Aufstand der Polizisten sei nicht Protesten gegen eine angebliche Abschaffung von Prämien geschuldet, sondern sollte ihn stürzen, so Correa. Teil des Putschversuchs seien die Besetzung des Flughafens von Quito und von Sendeanlagen staatlicher Medien sowie die Überfall meuternder Polizisten auf das staatlichen Fernsehen TV Ecuador gewesen.

Der Putschversuch sei gescheitert, aber er habe Wunden gerissen, die nur langsam heilen würden, so Correa.

Rund 150 Soldaten beendeten auch die Besetzung des Flughafens von Quito durch die Putschisten. Er sei wieder geöffnet, der Flugverkehr werde wieder aufgenommen, kündigte Quitos Bürgermeister an.

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega erklärte, hinter dem Putschversuch in Ecuador stünden die selben Kräfte wie beim Staatsstreich in Honduras im vergangenen Jahr. Ecuadors Ex-Präsident Lucio Gutiérrez, den auch Ortega als Drahtzieher ausmachte, werde von der extremen Rechten und republikanischen Kongressabgeordneten in den USA unterstützt.

In Buenos Aires beginnt in Kürze eine Sondersitzung der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR), zu der auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez nach Argentinien gereist ist. Auch Evo Morales aus Bolivien, Fernando Lugo aus Paraguay und andere Staatschefs sind der Einladung der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández gefolgt.

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