19 | 07 | 2019

Junge KünstlerInnen in Aktion. Foto: SDAJDie Teilnehmer der Brigade »Los Cinco«, der ersten von zwei Solidaritätsbrigaden der SDAJ, fühlen sich nach den ersten zwei ihres drei Wochen dauernden Aufenthalts in Kuba auf dem Gelände der CUJAE, der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Havanna, mittlerweile wie zu Hause. Dort üben die jungen SozialistInnen praktische internationale Solidarität, in dem sie auf dem Campus ein »Zentrum für revolutionäre Werte« aufbauen. »Wir befinden uns gerade mitten in den Bauarbeiten«, berichtet Diana. »Wir kommen gut voran, eines von zwei Wandbildern haben wir schon fertiggestellt und das zweite, weit größere, befindet sich schon zur Hälfte an der Wand.« Auch ein Netzwerk mit sechs Computerarbeitsplätzen und Zugang zum Internet sei bereits fertiggestellt. »Jetzt arbeiten wir an einer deutschsprachigen Website die sich mit dem Fall der Miami 5 auseinandersetzt und vor allem Jugendliche ansprechen soll«, erzählt uns Jan.

 

Doch die Brigade ist nicht nur zum arbeiten auf Kuba. Die Gegenüberstellung der sozialistischen Lebensrealitäten auf Kuba mit denen der Jugendlichen aus dem imperialistischen Deutschland stellt einen wesentlichen Bestandteil der Tätigkeit der Jugendlichen dar. Auf Veranstaltungen und Vorträgen setzen sich die Teilnehmer nicht nur mit dem Sozialismus kubanischer Prägung auseinander, sondern befinden sich auch im ständigen Austausch mit den kubanischen Jugendlichen, die Teil der Brigade sind.

»Auf Kuba funktioniert alles anders. Es gab keinen Kubaner, der nicht in die Diskussion um die Vorschläge zur Aktualisierung des Wirtschaftssystems einbezogen wurde. Viele diskutierten die Leitlinien sogar mehrmals in den verschiedenen Massenverbänden. Etwas Vergleichbares sucht man in Deutschland vergeblich«, erklärt Fred und fährt fort: »Das erste, woran bei uns in der BRD gespart wird, wenn man in einer Krise steckt ist unser Bildungssystem. Doch nicht auf Kuba. Hier wurden die Ausgaben für Bildung in den ersten Jahren der Spezialperiode sogar gesteigert.«

Von Referenten wie CUJAE-Vizedirektor José Antonio Acevedo Suaret oder Noel Carrillo, dem Europaverantwortlichen vom ZK der Kommunistischen Partei, wurden die BrigadistInnen in den letzten Wochen darauf vorbereitet, selbst in Deutschland über ihre Eindrücke und Erfahrungen auf Kuba zu berichten. So wuchs in den letzten Wochen eine neue Generation angehender Kubaexperten der deutschen Solidaritätsbewegung heran.

Die jungen Sozialisten übten sich auch schon in den letzten zwei Wochen auf Kuba im Halten von Vorträgen. Denn im »Café Tamara Bunke« im Studierendenhaus der CUJAE lag es in den letzten Wochen an ihnen, den jungen KubanerInnen etwas über das Leben in Deutschland zu erzählen. »Den Kapitalismus kennen die jungen KubanerInnen nur aus der Schule, und die meisten LehrerInnen nur aus Büchern. Die Veranstaltungen der SDAJ im 'Weißen Haus', wie das Studierendenhaus auch genannt wird, zu Themen wie Bildung, Arbeit, Gesundheit oder Demokratie wurden mit regem Interesse besucht. Danach sitzen wir immer noch bis spät in die Nacht hinein zusammen und diskutieren«, berichtet Andrea.

In der letzten Woche wird die Brigade neben kleineren Arbeiten auf dem Campus die Wandbilder fertigstellen und die deutschsprachige Homepage zu den Miami 5 online stellen. »Es wird auch noch eine Veranstaltung mit dem Kommunistischenn Jugendverband, der UJC, und ein Treffen mit Familienangehörigen der Miami 5 geben. Und weil wir so fleißig gearbeitet haben, ist uns noch Zeit geblieben, uns am Donnerstag noch mit José Martí etwas näher auseinanderzusetzen«, erzählt Matze.

Die BrigadistInnen hinterlassen eine halbfertige Arbeit. Das hat nichts mit fehlender Arbeitsmoral zu tun, sondern mit der zweiten SDAJ-Gruppe, die Mitte August die Arbeit weiterführen wird. Auch deren Mitglieder werden drei Wochen an der CUJAE arbeiten.

SDAJ-Reisetagebuch: www.sdaj-netz.de/cuba/brigadentagebuch

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