Donnerstag, 19. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Gustavo DudamelMit einer offiziellen Erklärung hat das venezolanische Außenministerium gegen Schikanen protestiert, deren Opfer der weltberühmte junge Dirigent Gustavo Dudamel bei der Einreise nach Israel geworden ist. Wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN berichtete, wurde Dudamel, der aus dem international anerkannten »Sistema« der Kinder- und Jugendorchester Venezuelas stammt und auf Einladung der israelischen Philharmonie in das Land im Nahen Osten reiste, am Internationalen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv von Grenzern verhört und einer peinlich genauen Untersuchung seiner persönlichen Gegenstände unterzogen.

Die venezolanische Regierung kritisiert die feindselige Haltung der israelischen Beamten gegenüber dem Gast und erklärt, der Vorgang belege »die Politik der Übergriffe und der Diskriminierung, die Israel gegen Bürger der Bolivarischen Republik Venezuela verfolgt«.

Weiter heisst es in dem offiziellen Kommuniqué: »Die Bolivarische Regierung hat voller Stolz die künstlerische Laufbahn des herausragenden Venezolaners unterstützt und weist auf die Misshandlungen hin, die der Meister Gustavo Dudamel bei der Ein- und Ausreise der hebräischen Nation erlitten hat. (...) Die Bolivarische Regierung erklärt ihre Solidarität mit dem venezolanischen Musiker und unterstreicht zugleich fest, dass sie unter keinen Umständen akzeptiert, dass ihr würdiges Volk mit feindseligen Mitteln und politischer Vergeltung eingeschüchtert wird.«

Zwischen Venezuela und Israel bestehen keine diplomatischen Beziehungen mehr, seit Caracas 2006 aus Protest gegen die israelische Intervention im Libanon seinen Geschäftsträger aus Tel Aviv zurückgerufen hat.

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