Hugo Chávez im Wahlkampf

Hugo Chávez im Wahlkampf

Foto: AVN

Venezuelas Präsident Hugo Chávez kann bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober mit Mehrheiten in allen Regionen und allen Altersgruppen des Landes rechnen. Das ergab eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IVAD, die am Sonntag veröffentlicht wurde und sich auf Zahlen bezieht, die zwischen dem 10. und 17. September erhoben wurden. Am stärksten ist das Regierungslager demnach in der Region der Llanos im Mittelwesten Venezuelas, wo Chávez auf einen Vorsprung von 36,7 Prozentpunkten vor seinem wichtigsten Herausforderer Henrique Capriles Radonski setzen kann.

Auch im Osten Venezuelas mit den Bundesstaaten Anzoátegui, Monagas, Sucre, Bolívar und Nueva Esparta, wo 50 Prozent der Befragten Chávez wählen wollen und nur 29,6 Prozent Capriles. Im Westen, wo die Staaten Zulia, Yaracuy, Lara und Falcón liegen, beträgt der Vorsprung von Chávez 16,7 Punkte. 48 Prozent der Befragten wollen hier ihre Stimme dem Amtsinhaber geben. Im Zentrum des Landes - neben Caracas die Bundesstaaten  Carabobo, Aragua, Miranda, und Vargas - liegt Chávez bei 47,7 Prozent gegenüber 34,8 Prozent für die Opposition.

Am engsten ist das Rennen in der Andenregion mit den Bundesstaaten Táchira, Trujillo und Mérida. Hier wollen 51,8 Prozent der Befragten Chávez wählen, aber immerhin 45,5 Prozent tendieren zu Capriles.

Die Altersgruppe, bei der Chávez am stärksten ist, sind die 35- bis 49jährigen. Unter diesen wollen 53,5 Prozent den Amtsinhaber wählen, während 26,5 Prozent für Capriles sind. 20 Prozent der Befragten zeigten sich hier noch unentschlossen. Enger ist das Rennen bei den jungen Wählern zwischen 18 und 24 Jahren, die die Zeit vor der Amtszeit Chávez' nicht bewusst erlebt haben. Hier wollen 45,1 Prozent den aktuellen Präsidenten wählen, knapp sieben Prozentpunkte weniger wollen sich für Capriles entscheiden, während sich 16,5 Prozent noch unentschlossen zeigen. (jW)