• Klage gegen Bolsonaro

    Ein Zusammenschluss brasilianischer Gewerkschaften hat Klage gegen den Präsidenten Jair Bolsonaro beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eingereicht. Darin werfen sie ihm unter anderem vor, „kriminell fahrlässig mit der Covid-19-Pandemie umgegangen zu sein und dabei das Leben von Angehörigen des Gesundheitswesens und der brasilianischen Gesellschaft aufs Spiel gesetzt zu haben“.

  • Kommentar zu Coronafolgen für mangelernährte Kinder

    "Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet." Das Diktum des Kapitalismuskritikers Jean Ziegler stimmte schon vor der Corona-Pandemie und es stimmt unverändert. Nur die Zahl der zusätzlich Verhungernden ist offen: Nach derzeitigem Stand drohen laut dem US-Entwicklungspolitik-Institut IFPRI durch die verheerenden Folgen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr bis zu 180.000 Kinder unter fünf Jahren zusätzlich zu verhungern. In den Jahren vor Corona waren es zuletzt weit über zwei Millionen Kinder, die pro Jahr den Hungertod starben.

  • Venezuelas Präsident prangert Vorbereitung eines Attentats an

    Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

    Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat heute angeprangert, dass sein kolumbianischer Amtskollege Iván Duque „Scharfschützen darauf vorbereitet, mich zu ermorden“. „Scharfschützen trainieren aus Kolumbien, Iván Duque, um mich zu töten“, sagte er, ohne weitere Einzelheiten zu geben, während eines Treffens mit dem Präsidialausschuss für Prävention, Handhabung und Kontrolle von Covid-19, das vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

  • IG Metall: Es darf keine „Corona-Generation“ geben

    Die IG Metall fordert, dass die Betriebe ihre Verantwortung auch in der Krise wahrnehmen und weiter ausbilden. Dazu erklärt Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall: “Für die berufliche Zukunft junger Menschen muss jetzt noch mehr getan werden, um dramatische Langzeitfolgen wie eine hohe Jugendarbeitslosigkeit oder eine verstärkte soziale Ungleichheit zu vermeiden. Es darf keine ‚Generation Corona‘ unter den Auszubildenden und dual Studierenden geben.“

  • ver.di fordert Umdenken in der Erwachsenenbildung

    Schutzschirme sind nötig, reichen aber nicht aus!

    27 Betriebs- und Personalräte fordern gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) schnelle finanzielle Hilfe für die Beschäftigten der Erwachsenenbildung. Die Corona-Pandemie wirke als Katalysator und verstärke die ohnehin vorhandene Unterfinanzierung der Branche drastisch. Die Not sei groß: „Es gibt Kurzarbeit und drohende Insolvenzen. Es zeigt sich das Abrutschen von Honorarkräften in ALG II oder Erwerbslosigkeit in großen Umfang. Das gilt es zu verhindern. Jetzt muss schnell und entschlossen reagiert werden“, fordert Landesfachbereichsleiterin Ulrike Schilling.

  • Die Umwelt in Zeiten von Pandemie und Krise

    Die Natur hat sich während dem Lockdown erholt, sagen die einen. Andere finden, nicht Corona wäre der Virus, der die Menschheit befallen hat, sondern die Menschen seien der Virus, der die Erde befallen hat. Andere – die, die herrschen und besitzen – reden nicht, sondern handeln und pumpen Milliarden in die Lufthansa, während sie zeitgleich planen beim Personal der Deutschen Bahn einzusparen und die Infrastruktur auf Wirtschaftskrise trimmen.

  • Kuba stellt dem bolivianischen Volk seine Klinik in La Paz zur Verfügung

    cuba minrexDie nachstehende Erklärung des kubanischen Außenministeriums haben wir  der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma entnommen.

    Die De-facto-Behörden Boliviens gaben am Nachmittag des 21. Juli öffentlich bekannt, dass die Immobilie, die unter dem Namen „Klinik des Mitarbeiters“ bekannt und Eigentum der Republik Kuba ist und am 15. November 2019 gewaltsam von der Polizei gestürmt wurde und in den nächsten Tagen für die Behandlung der an COVID-19 erkrankten bolivianischen Bürger genutzt werde.

  • Ein ehrliches „Danke, Kuba!“

    Die Mole Antonelliana ist eines der Wahrzeichen Turins und ganz Italiens. Es wurde zwischen 1863 und 1889 erbaut und nach seinem Architekten Alessandro Antonelli (1798−1888) benannt. Außerhalb Italiens mögen viele die Hintergründe und die Geschichte des Gebäudes, das heute ein Museum beherbergt, nicht kennen, dennoch hatte mit großer Wahrscheinlichkeit fast jeder in der EU schon einmal physischen Kontakt mit einem Abbild davon – die Mole Antonelliana ist nämlich auf dem italienischen 2‑Cent-Stück abgebildet.

  • Corona trifft Luftverkehrsstandort Berlin hart

    „Die Folgen der Corona-Krise für den Luftverkehrsstandort Berlin werden jetzt immer sichtbarer. Der Luftverkehr war durch den Shutdown besonders betroffen, die Zahl der Flüge von und nach Berlin ist komplett eingebrochen. Obwohl sich die Situation in den letzten Wochen verbessert hat, liegt der Luftverkehr derzeit bei gerade mal 20-25 Prozent des Niveaus vor der Coronakrise. Die aktuelle Situation im Luftverkehr ist immer noch dramatisch. Wir rechnen damit, dass es noch lange dauert, bis das alte Niveau wieder erreicht ist“, sagte heute Enrico Rümker, für die Luftfahrt zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär im Landesbezirk Berlin-Brandenburg.  

  • Uns reicht’s! Wir zahlen nicht für eure Krisen!

    200919wirzahlennichtDemonstration: 19. September 2020 I 14:00 I Christian-Broda-Platz I Wien

    Die Corona-Pandemie und die damit einsetzende Krise bestimmen seit Monaten unser Leben. Der Virus ist aber nicht die Ursache der aktuellen Krise; diese hat sich schon zuvor abgezeichnet. Vielmehr dient Corona als Brandbeschleuniger einer systemischen Wirtschaftskrise, deren vollständiges Ausmaß kaum genau abgeschätzt werden kann. Fest steht jedenfalls: die Krise wird weitreichender als jene von 2008/09 sein und die herrschende Politik wird erneut alles daransetzen, dass die breite Mehrheit der Bevölkerung die Krise bezahlen muss, während Banken und Konzerne mit Milliardenbeträgen überschüttet werden.

  • Ihr seid die Helden dieser Schlacht

    Willkommensrede des Präsidenten der Republik Kuba Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez beim virtuellen Empfang der Mitglieder der medizinischen Brigade Henry Reeve bei deren Ankunft aus Turin am Flughafen José Martí am 20.Juli 2020, „62. Jahr der Revolution“

    (Übersetzung der stenografischen Version - Präsidentschaft der Republik )

    Willkommen in der Heimat, Geschwister!

    Von diesem täglichen Treffen der Temporären Nationalen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von COVID-19 aus möchten wir euch, die aus Turin, Italien zurückkehrenden Mitglieder der Brigade Henry Reeve im Namen des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees unserer Partei, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, im Namen der Partei, der Regierung und unseres Volkes, das mit Interesse alles verfolgt hat, was ihr in eurer wunderbaren solidarischen Arbeit im Kampf gegen COVID in Turin, einem der zwei schwierigsten Szenarien dieses Landes, getan habt, willkommen heißen.

  • Die neue Normalität

    Nach einem coronabedingten Absturz um 6,8 Prozent im ersten Trimester konnte China seine Wirtschaftsleistung in den vergangenen drei Monaten wieder um 3,2 Prozent steigern. Das dürfte auf absehbare Zeit keiner größeren Volkswirtschaft gelingen. Die Anfang des Jahres abgestürzte Industrieproduktion ist im Juni sogar um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresjuni gestiegen und der chinesische Außenhandelsumsatz legte – entgegen der Prognosen westlicher Experten – zu: China exportierte wieder deutlich mehr Waren und kaufte auch mehr in der Welt ein.

  • Podcast: Was ist eigentlich bei Tönnies passiert?

    Im neuen Podcast sprechen wir mit Elvis, NGG-Sekretär aus Mannheim über die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, Billigfleisch und Corona.

  • Wo ist der Corona-Tausender für die System-Erhalter?

    Kommentar von Otto Bruckner, stv. Vorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs

    Ach, was wurde gesungen und geklatscht, auch die Regierung wurde nicht müde, die wichtige Rolle der System-Erhalter zu betonen, also zum Beispiel das Gesundheitspersonal, die Bus‑, die U‑Bahn und Straßenbahnfahrer, die Müllabfuhr, die Polizei, die Supermarkt- und Apothekenangestellten, die Rettungskräfte, die Kinderbetreuerinnen und Betreuer, die Pflegekräfte, um nur einige Beispiel zu nennen. Das war im März und April, als die Corona-Ausbreitung in Österreich am Höhepunkt war. Ein Corona-Tausender für alle diese Berufe, wie er vom ÖGB vorgeschlagen wurde, schien zu kommen.

  • Gemeinsamer Protest

    „Der Mundschutz soll uns schützen und nicht zum Schweigen bringen!“ Gemeinsam prangerten Beschäftigte der Rems-Murr-Kliniken zusammen mit Vertrauensleuten von Daimler-Benz Stuttgart-Untertürkheim am 15 Juli in Winnenden die Profitwirtschaft im Gesundheitswesen an. Es sprachen Vertreter von DGB, IG Metall, ver.di und von Bündnissen aus der Bevölkerung.

  • Pflegerinnen im Streik

    In Israel ist das Pflegepersonal in den Krankenhäusern am Montag dieser Woche in den Streik getreten. Sie wollen damit gegen den Pflegenotstand protestieren, der durch die Pandemie noch verschärft wurde. Nächtliche Verhandlungen mit dem Finanzministerium über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen waren zuvor gescheitert. Die „Times of Israel“ schrieb, die Notfallversorgung sowie die Versorgung von Corona-Patienten sollten trotz des Streiks gewährleistet bleiben.

  • Mehr Pausen für Beschäftigte, die Maske tragen müssen!

    Ab Freitag gilt in mehreren Bereichen wieder eine Maskenpflicht, wo sie zuletzt aufgehoben war. Die KPÖ erneuert aus diesem Anlass ihre Forderung nach zusätzlichen Arbeitspausen für alle, die im Beruf eine Maske tragen müssen. Beschäftigte klagen oft über die Belastung, die durch das stundelange Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes entsteht.

  • Der Hunger nach der Pandemie

    Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

    Ein am 13. Juli veröffentlichter UN-Bericht zeigt, dass 2019 mehr als zehn Millionen Menschen auf der Welt in die Hölle des Hungers geraten sind, in der heute 690 Millionen Menschen leben, 8,9 % der Weltbevölkerung. Und zu dieser Zahl können Sie bis Ende des Jahres weitere 270 Millionen hinzufügen. In fünf Jahren beträgt der Anstieg fast 60 Millionen. Die Unterernährung nahm zum vierten Mal in Folge weltweit zu. Fast jeder zehnte Einwohner des Planeten überlebt in einer Situation der Ernährungsunsicherheit.

  • nd.Der Tag über den EU-Sondergipfel

    In der Not zeigt sich die Europäische Union von ihrer schlechtesten Seite. Die unkoordinierten nationalen Alleingänge in der Panikphase der Coronakrise machten vorhandene Risse nur sichtbarer. Es hat schon seinen Grund, dass Solidarität die vom EU-Führungspersonal am meisten beschworene Floskel ist. Das beweist nun ausgerechnet auch die sich am Rande eines Eklats bewegende Pokerrunde der Staatenlenker beim Brüsseler EU-Gipfel zu den Coronahilfen. Angesichts von Millionen europäischen Bürgern, die unter den Folgen der Epidemiemaßnahmen konkret leiden müssen - die Arbeit und Einkommen verloren, deren Lebenschancen sich verringert haben -, wirkt das Gezänk zwischen ihren Repräsentanten kleinlich.

  • Das Bolivien der OAS, Almagros und Pompeos

    Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

    Sonntag, 19. Juli 2020. Ein weiterer trauriger Tag für die Bolivianer. Die Nachrichten berichten, dass die Abholung von Leichen auf den Straßen und in den Häusern zunimmt, die im Verdacht stehen, mit COVID-19 infiziert worden zu sein.

    Aus einem AP-Bericht geht hervor, dass die Polizei alarmiert hat, sie habe an einem einzigen Tag 20 Leichen in La Paz eingesammelt hat, während das Cochabamba Forensic Investigation Institute (IDIF) berichtete, dass alle 24 Stunden zwischen 40 und 45 Todesfälle auftreten.