20 | 02 | 2020

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste auf den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden am heutigen Freitag (14. Februar 2020) in vierter Runde fortgesetzt.

„Dabei gab es erstmalig Bewegung, die eine Basis für die weiteren Verhandlungen sein kann“, betont ver.di-Verhandlungsführer Enrico Rümker. „Die Arbeitgeber haben in zwei wichtigen Fragen ihre ursprüngliche Position verlassen. Der Manteltarifvertrag kann während der Laufzeit des Vergütungstarifvertrages neu verhandelt werden. Zudem sind sie bereit, mit uns über strukturelle Themen zu sprechen.“ Im Gegenzug sei ver.di bereit, bei der Laufzeit des Vergütungstarifvertrages eine längere Laufzeit als acht Monate zu akzeptieren.

Auch das Angebot der Arbeitgeber sei gegenüber der letzten Verhandlungsrunde verbessert worden. Es müsse in der nächsten Runde jedoch deutlich bei der Entgeltsteigerung nachgebessert werden, fordert Rümker. Zudem müsse die von den Arbeitgebern vorgesehene Laufzeit des Vergütungstarifvertrages deutlich verkürzt werden.

Die Arbeitgeberseite wird durch den Allgemeinen Verband der Wirtschaft für Berlin und Brandenburg e. V. vertreten. Am Standort Berlin sind auf der Arbeitgeberseite noch drei große Firmen, die WISAG, die Aeroground und die Swissport sowie die AHS, die ihren Betrieb zum 31. Dezember 2019 eingestellt hat, vertreten.

Der zurzeit geltende Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich und muss von allen Firmen angewendet werden, die Bodenverkehrsdienstleistungen anbieten. Tätig sind in Tegel und Schönefeld über 2.000 Beschäftigte, die Flugzeuge be- und entladen, den Check-in vornehmen oder mit Vorfeldarbeiten wie Fahren von Abfertigungsfahrzeugen oder das Einwinken von Flugzeugen betraut sind. In den vergangenen Jahren sind die Fluggastzahlen erheblich angestiegen, daher haben die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste mit deutlichen Arbeitsverdichtungen und starken Arbeitsbelastungen zu kämpfen. Ein großer Teil der Beschäftigten in den Bodenverkehrsunternehmen ist zudem teilzeitbeschäftigt. Damit verlagern die Arbeitgeber die unternehmerischen Risiken auf die Beschäftigten, die nur voll arbeiten dürfen, wenn es die Auftragslage nach Ansicht der Arbeitgeber hergibt.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. Februar statt.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

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