Mit einem offenen Brief fordert der ver.di-Betriebsrätearbeitskreis „Soziales Berlin“ den Regierenden Bürgermeister von Berlin auf, die Ankündigung zur Zahlung einer Corona-Prämie auch für die Beschäftigten im Berliner Sozial- und Erziehungsdienst bei freien Trägern umzusetzen. Außerdem fordern sie den Regierenden Bürgermeister auf, die Pläne des Senats zur Überwindung der teilweise dramatisch schlechteren Bezahlung dieser Beschäftigten im Vergleich zu Beschäftigten im Landesdienst darzulegen. Im ver.di-Betriebsrätearbeitskreis „Soziales Berlin“ vernetzen sich Interessenvertreter/innen freier Träger in Berlin mit rund 9.000 Beschäftigten.

„Nach unseren Berechnungen hat sich bei vielen freien Trägern der Abstand zum Tarifvertrag der Länder unter rot-rot-grün eher vergrößert denn verringert. So sind Gehaltsabstände bei langjähriger Beschäftigung von mehreren hundert Euro monatlich bei Sozialarbeitern und Erziehern keine Seltenheit. In Einzelfällen beträgt dieser Gehaltsabstand bei freien Trägern sogar deutlich über tausend Euro monatlich“, erklärt Ivo Garbe, zuständiger ver.di-Tarifsekretär. „Auch die Beschäftigten bei freien Trägern erhalten in der Corona-Krise die soziale Infrastruktur unserer Stadt aufrecht. Eine einmalige Corona-Prämie wäre ein Anfang für die längst überfällige bessere finanzielle Wertschätzung der essentiellen und schon immer systemrelevanten Arbeit der Beschäftigten. Genauso wichtig ist aber eine Zukunftsperspektive mit der gleichen Bezahlung und den gleichen Bedingungen für den Berliner Sozial- und Erziehungsdienste bei freien Trägern wie bei Beschäftigte  n im Landesdienst. Wir müssen reden, Herr Müller“, ergänzt Josephine Roscher, zuständige Gewerkschaftssekretärin beim ver.di Bezirk Berlin.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

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