Klare Zahlen: Prognose von DatanálisisNach dem Tod des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez geht dessen Nachfolger Nicolás Maduro als klarer Favorit in der Neuwahl des höchsten Staatsamtes am 14. April. Einer am Montag durch den Finanzmulti Barclays veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Datanálisis zufolge beträgt der Vorsprung des Kandidaten des revolutionären Lagers gegenüber dem Oppositionsvertreter Henrique Capriles Radonski mittlerweile 14,4 Prozentpunkte. Damit konnte Maduro seinen Vorsprung gegenüber der letzten Umfrage vor dem Tod des Präsidenten am 5. März weiter ausbauen. Lag er am 20. Februar noch bei 46,4 Prozent der Stimmen, wollen nun 49,2 Prozent für Maduro stimmen. Capriles konnte sich hingegen nur von 34,3 auf 34,8 Prozent verbessern. Die zu 100 Prozent fehlenden Punkte verteilen sich auf noch Unentschlossene und auf diejenigen, die für einen der sonstigen Kandidaten stimmen wollen.

 

Der Vorsprung von Maduro stieg somit von 12,1 auf 14,4 Punkten – und das keine vier Wochen vor dem Wahltermin mehr.

Der Befragungszeitraum begann am 11. März, dem Tag der offiziellen Einschreibung der Kandidaten, und lief bis zum 13. März. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober 2012 gehörte Datanálisis zu den Instituten, die das endgültige Ergebnis im Vorfeld am genauesten vorhersagen konnten.

Auch die allgemeine Stimmung in Venezuela deutet auf einen klaren Sieg Maduros hin. 65 Prozent der Befragten erklärten, sie gingen davon aus, dass sich der geschäftsführende Staatschef durchsetzen werde, nur 15 Prozent tippen auf Capriles.

Noch deutlicher vorn sieht Maduro das Meinungsforschungsinstitut Hinterlaces. Dessen Direktor Oscar Schemel erklärte auf einem Forum der unabhängigen Tageszeitung Ultimas Noticias, die jüngste Umfrage seines Zentrums sehe Maduro bei 53 Prozent, während Capriles auf 35 Prozent kommen würde. Das entspräche einem Vorsprung von 18 Prozentpunkten.