Montag, 11. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

Foto: Martin Kliehm / flickr.comFrankfurt, Basler Platz. Samstag. 1. Juni 2013. Um 10 Uhr noch recht leer, strömen bis ca. 12 Uhr Zigtausende zusammen. Wie man es von der letzten Blockupy-Großdemonstration 2012 her kennt: Bunt, laut, phantasievoll. Kinder, Jugendliche, Grauhaarige. Von nah und fern. Sprachgewirr aus ganz Europa. Transparente wie: »S21 - bei Brand effizienter als jedes Krematorium«. Oder: »Gegen Bankenmacht und Profitgier!« Während verdi- und IG-Metall-Fahnen neben attac, Linkspartei- und anderen Fahnen gut sichtbar waren, habe ich nicht eine einzige Fahne der Grünen gesehen, und auch die SPD glänzte durch Abwesentheit.

Solidarität mit FrankfurtSolidarität mit FrankfurtAm 31. Mai und 1. Juni blockieren tausende Menschen die Banken im Herzen des europäischen Kapitals, speziell der Europäischen Zentralbank. Wie im Vorjahr versucht die Polizei die friedlichen Aktionen zu unterbinden, wobei sie auf diese Weise das Interesse der Kapitalgruppen und der Bundesregierung durchsetzt. Dieses Interesse geht gegen das der europäischen Völker und der Arbeitenden. Der deutschen Regierung und den EU-Institutionen behagt es nicht, dass die europäischen Medien über jegliche Art von Widerstand und Ablehnung ihrer Austeritätspolitik berichten, die sie als alternativlos bezeichnen. Sie wollen eine Pax Romana hinsichtlich der Ausbeutung der südlichen Staaten Europas, die sie zynisch »Peripherie« nennen.

Blockupy 2013Blockupy 2013Die Polizei geht derzeit grundlos gewaltsam gegen die eingekesselten Teilnehmer der Blockupy-Demo vor. »Die Strategie der Polizei ist offensichtlich: Sie will eskalieren. Die Demonstranten sind der Polizei in den Verhandlungen weit entgegen gekommen, die Polizeiführung in Wiesbaden lehnt trotz weitgehender Angebote der Demonstrierenden jede Kooperation ab«, sagte Blockupy-Sprecher Roland Süß. »Die politische Verantwortung für die Verhinderung der genehmigten Demonstration liegt in Wiesbaden.«

Protest im Airport FrankfurtHunderte Menschen protestieren zur Stunde im Frankfurter Flughafen gegen die Abschiebepolitik der Behörden und gegen das Geschäft der Fluglinien mit dem staatliche Rassismus. Zunächst hatte die Polizei versucht, die rund 800 Demonstranten vom Betreten des Terminals abzuhalten und waren mit Schlagstockeinsatz und Pfefferspray gegen die gewaltfreien Aktivisten vorgegangen. Inzwischen heisst es in über Internet verbreiteten Informationen, dass 200 Menschen von den Beamten durchgelassen wurden. Vor dem Gebäude findet eine Kundgebung mit Vertretern der Flüchtlingsbewegung statt.

Foto: strassenstriche.net / flickr.comMehr als 3000 Menschen haben am heutigen Vormittag in Frankfurt das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) am Willy-Brandt-Platz umzingelt und abgeriegelt. »Die Blockade steht. Der Geschäftsbetrieb der EZB ist erfolgreich gestört«, sagte Blockupy-Sprecherin Ani Dießelmann. »Das Blockupy-Bündnis hat sein erstes Aktionsziel erreicht. Im Laufe des Tages werden wir weitere Akteure der Krise mit entschiedenen Aktionen in der Stadt markieren. Wir rufen alle dazu auf, sich unserem Protest anzuschließen!«

Blockupy 2013Mit bereits mehreren hundert Bewohnerinnen und Bewohnern ist das antikapitalistische Blockupy-Camp am Mittwochabend eröffnet worden. Das Rebstockgelände an der Frankfurter Messe wird zur Zeltstadt und zum lebendigen Zentrum des Widerstands mit Küchenzelten, Versammlungs- und Veranstaltungsräumen und einer Bühne für Konzerte. »Das Camp ist der soziale und politische Ort unseres Protestes. Hier bereiten wir unsere Aktionen vor, hier ermächtigen wir uns selbst und leben eine Solidarität, die auf eine grundlegend andere Gesellschaft verweist«, sagte Blockupy-Sprecher Hanno Bruchmann. »Die Stimmung hier ist schon jetzt großartig.«

Ostermärsche der FriedensbewegungOstermärsche der FriedensbewegungAuch in diesem Jahr engagiert sich die Friedensbewegung mit ihren traditionellen Ostermärschen wieder gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr, Rüstungsexport und Rassismus. Den Auftakt in Hessen bilden die Kundgebung und anschließende Demonstration am Karfreitag, 29. März um 14 Uhr in Bruchköbel auf dem Freien Platz. Die DKP Main-Kinzig bittet die Bevölkerung in Bruchköbel und den Nachbarkommunen um Unterstützung dieser Aktion der Friedensbewegung.

Die Häuser denen, die drin wohnen!Die Häuser denen, die drin wohnen!In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar hat eine Initiative ein Gebäude in der Schulstraße 14 besetzt. Man setze sich für bezahlbaren Wohnraum sowie ein soziales und selbstverwaltetes Zentrum ein, teilen die Besetzer in einer Pressemitteilung mit. »Die Besetzung geschah mit der Intention, die sich zuspitzende Wohnraum-Problematik, das Fehlen von öffentlich zur Verfügung stehendem Raum für soziale und politische Initiativen und die Privatisierung von öffentlichem Raum in Marburg zu thematisieren. Bezahlbarer Wohnraum z.B. in Form von sozialem Wohnungsbau wird immer seltener in Marburg. Menschen mit niedrigen Einkommen werden zunehmend aus dem Innenstadtgebiet verdrängt. Stattdessen werden teure Einzimmerappartments von privaten Investoren, wie z.B. S+S, gebaut. Zu Semesterbeginn kampieren immer mehr Studierende in sogenannten Notbetten.«

Wer sind hier die gewaltbereiten Vermummten?Wer sind hier die gewaltbereiten Vermummten?Mehr als 25.000 Menschen aus ganz Europa demonstrieren derzeit in Frankfurt am Main gegen das europaweite Spardiktat der Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF. Die Demonstration ist der Abschluss der europäischen Aktionstage des Blockupy-Bündnisses vom 16. bis 19. Mai in der Bankenstadt. "Das ist ein enormer Erfolg", sagte Blockupy-Sprecher Christoph Kleine. "Trotz der andauernden Diffamierung unseres Protests und der Verbotsorgie durch die Stadt Frankfurt ist es uns gelungen, den europäischen Widerstand gegen die unsoziale und undemokratische Kürzungspolitik an einen ihrer Ausgangspunkte – den Finanzstandort Frankfurt – zu tragen."

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.