„Die Planung weiterer Schritte bei Kita-Öffnungen durch das Kultusministerium kann nur gelingen, wenn die Beschäftigten und Kinder wirksam geschützt werden und ausreichend pädagogisches Fachpersonal zur Verfügung steht!“ So kommentiert Gewerkschaftssekretärin Katja Wingelewski die heutigen Ankündigungen aus dem Kultusministerium für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Kommunen und freie Trägear von Kindertagesstätten und damit auch die Beschäftigten vor Ort stünden erheblich unter Druck, Modelle für die Öffnung für möglichst viele Kinder kurzfristig zu entwickeln. „Uns ist klar, dass die Mütter und Väter auf eine Ausweitung der Kindertagesbetreuung dringend angewiesen seien. Auch wenn es wünschenswert ist, die Betreuungsquote schneller zu erhöhen, darf dies nicht zu Lasten der Gesundheit der Beschäftigten gehen“, macht Wingelewski deutlich. Wer gestern noch zur Risikogruppe gehöre, der sei morgen nicht seine Vorerkrankungen los und ohne Einschränkungen einsetzbar. „Die Beschäftigten brauchen die Sicherheit, dass ihr individuelles Infektions- und Erkrankungsrisiko berücksichtigt und nach Lösungen gesucht wird“, so die Gewerkschaftlerin. Im Zweifel könne dann die angestrebte Betreuungsquote nicht umgesetzt werden – auch das gehöre nicht nur zur Wahrheit, sondern auch zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und des Kultusministeriums.

ver.di habe daher schon vor Wochen gefordert, alle relevanten Gruppen in Krisenstäben vor Ort zu beteiligen: „Nur im Zusammenspiel der Betriebs- und Personalräte, der Mitarbeitervertretungen, der Kita-Leitungen, der Arbeitsschutzbeauftragen sowie der Elternvertretungen und der Träger kann es gelingen, alle Interessen zu berücksichtigen und miteinander zu vereinbaren“, betont Wingelewski.

Schon vor der Krise sei die Personalsituation in den Kindertageseinrichtungen sehr schwierig. Jetzt verschärfe sich diese noch mal mehr. „Wir erwarten vom Land und von den Trägern, dass der Schutz der Beschäftigten bei den Maßnahmen zur Ausweitung der Betreuung mit im Vordergrund steht, neben dem berechtigen Interesse der Eltern“, betont Wingelewski. Es komme auf das Halten der Balance zwischen Ausweitung der Betreuung und den erforderlichen Bedingungen an.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen

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