19 | 08 | 2019

Am 20. Juli sei auch daran erinnert: Deutsche und ausländische Widerstandskämpfer aus der Arbeiterschaft agierten im Jahre 1944 verstärkt gegen das NS-Regime. Widerstandsaktionen wurden im Jahre 1944 nicht nur von Offizieren, sondern auch von deutschen Arbeitern in den Betrieben ausgeführt. Und auch von Zwangsarbeitern.
Bereits im Oktober 1943 hieß es im „Kaderbrief“ der KP-Organisation um Anton Saefkow über die ausländischen Arbeiter und Kriegsgefangenen: „Ihre Bereitschaft, sich aktiv am Kampf gegen das Hitler-Regime zu beteiligen, ist im allgemeinen bereits größer als der aktive Widerstand der deutschen Arbeiter. Das ist unbestritten.“

Wir leben in einer Ära, in der die Rechte der historisch an den Rand gedrängten Gruppen an den Pranger gestellt werden. Die Frauen kommen, um für eine Emanzipation zu kämpfen, die ihnen das Patriarchat über Jahrtausende hinweg bei der Errichtung seiner Macht verweigert hat, ein Modell, das vom großen Kapital in seiner Spiralbewegung respektiert und ausgehend von den feudalistischen Strukturen legitimiert wurde.

Ende des XIX. Jahrhundert waren die Frauen und Kinder zur Arbeit in der Fabrik gezwungen, ein Phänomen, das, wenn man so will, grausamer als das System der Leibeigenschaft war, da letzteres zumindest noch einen Schein von Paternalismus und Schutz seitens des Grundbesitzers gegenüber seinen Vasallen beinhaltete. Aber der Markt, der die Realitäten nur auf der Grundlage von Ertrag und Nutzen definiert, bezahlte den Kindern und Frauen viel weniger als den Männern.  

Der Tod von Rosa Luxemburg steht für die rückweglose Wende der weltweiten Sozialdemokratie hin zum Verrat. Es war nicht nur ein Verbrechen, das in vollem Bewusstsein seiner historischen Tragweite begangen wurde, sondern es wurde auch zugunsten der Hegemonie der nach der Niederlage im Ersten Weltkriegs miteinander verbündeten bürgerlichen Arbeiterklasse und des großen Kapitals organisiert, um eine neue rechte Ordnung zu erreichen, den rigiden Staat des Nationalsozialismus (Nazi), der zur Auflösung Europas als Mittelpunkt der Welt führen würde.

Ernst ThälmannErnst ThälmannErnst Thälmann wurde am 16. April 1886, also vor 133 Jahren geboren. Dieser Text erschien zuerst im August 2009 auf der Seite kommunisten.at und später in der Zeitung “nVS – Neue Volksstimme” anlässlich des 65. Jahrestages der Ermordung Ernst Thälmanns durch die Faschisten.

Von Otto Bruckner, Vorsitzender der PdA

In der Nacht zum 18. August 1944 wurde der Hafenarbeiter, Abgeordnete, langjährige KPD-Vorsitzende und Revolutionär Ernst Thälmann im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Thälmann und seine KPD waren der kraftvollste und mächtigste Widerpart zum aufsteigenden Faschismus in Deutschland. Die KPD der 1920-er und 1930-er Jahre war die stärkste kommunistische Arbeiterpartei Westeuropas, und gerade deshalb ist es von Bedeutung, die Erinnerung an diese Partei und an die einzigartige Persönlichkeit ihres Vorsitzenden im Erbe der revolutionären kommunistischen Bewegung lebendig zu halten.

Die sozialdemokratischen Zeitungen schrieben kurz vor Kriegsausbruch 1914: "Wenn die verhängnisvolle Stunde schlägt, werden die Arbeiter das Wort einlösen, das von ihren Vertretern für sie abgegeben ist. Die vaterlandslosen Gesellen werden ihre Pflicht erfüllen und sich darin von den Patrioten in keiner Weise übertreffen lassen.". Eine Partei in Opposition gegen den Imperialismus sieht anders aus.

Zum 70. Geburtstag der Bundesrepublik legt der ehemalige Zeit-Redakteur und Kulturchef beim „Spiegel“ Willi Winkler sein Buch „Das braune Netz“ vor. Wie die Bundesrepublik von früheren Nazis zum Erfolg geführt wurde, heißt es im Untertitel. Junge Historiker betonen vor allem die gelungene Durchsetzung der Demokratie. Dass es oftmals eine fast bruchlose Kontinuität von hohen Funktionsträgern im NS-Regime und in der Adenauer-Zeit gab, ist vielen mittlerweile nicht mehr bekannt.

Vor zehn Jahren hat das Internationale Rombergparkkomitee das Buch „Mörderisches Finale“ über die Kriegsendphasenverbrechen herausgegeben. Es wurden zahlreiche Tatorte von Todesmärschen und Gestapo-Morden an Insassen von Haftanstalten kurz vor Kriegsende dokumentiert. Es war das erste Buch dieser Art und erst danach nahm sich die Historikerzunft des Themas an. Dabei handelt es sich um den letzten Abschnitt des Wirkens des NS-Mordregimes. Das Motiv für dieses Massenverbrechen im Frühjahr 1945 mit geschätzt 700.000 Todesopfern (Winter nennt eine geringere Zahl) wird in den Publikationen unterschiedlich dargestellt. Die Geschichtsinitiativen – auch die aus der VVN-BdA – sahen das Motiv vor allem in der Absicht, möglichst keine Antifaschisten zur Gestaltung eines demokratischen Nachkriegsdeutschlands übrig zu lassen. Zudem: Kurzfristig erschien dem NS-Regime die Möglichkeit gegeben, einen Seitenwechsel der Westmächte zu erreichen, so dass sich diese mit den Resten der Nazitruppen gegen die Rote Armee wenden sollten. Dabei wären die KZ-Insassen, die befreiten Zwangsarbeiter und die deutschen Nazigegner höchst störend gewesen.

„Kinder des Widerstandes“ – Antifaschismus als Aufgabe.Unter dieser Überschrift präsentieren sich Nachkommen von Verfolgten des Naziregimes jetzt auch im Internet unter http://kinder-des-widerstandes.de/. Sie fanden sich vor einigen Jahren zusammen um als Töchter, Söhne und Enkel an Widerstand und Verfolgung ihrer Mütter, Väter, Großeltern während der Nazizeit zu erinnern. Ihre Eltern und Großeltern erlitten Folter und Terror, manche den Tod, in Gefängnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern oder flohen aus Deutschland. Die Überlebenden und aus der Emigration zurückgekehrten machten sich zur Aufgabe alles zu tun, damit sich Ähnliches nicht wiederholt.

Friedrich EngelsFriedrich EngelsEin Mann, der häufig genannt aber nicht so bekannt ist, hat heute Geburtstag. Seine Silhouette erscheint zusammen mit der von Marx auf den kommunistischen Bannern und Insignien. Er war ein Mann mit dem langen, dichten Bart, enzyklopedischem Wissen, von bürgerlichem Aussehen ( die Fabriken seines Vaters, die er verwaltete, dienten nicht nur dazu die Familie Marx und sich selbst zu unterstützen, sondern sie ermöglichten es ihm auch, das Proletariat in seinem Innern kennezulernen) und unruhigem Geist. Friedrich Engels (1820-1895) war der Freund, Mitarbeiter und Mäzen des Giganten aus Trier. Die bürgerliche Presse versucht ihn seines Wesens zu berauben und stellt ihn als einen „kommunistischen Gentlleman“ dar, mit mondänem Lebensstil, der so ganz anders war, als der seines Freundes.

Ulrich Sander

So wie der Weberaufstand von 1844 den Beginn der organisierten klassenkämpferischen deutschen Arbeiterbewegung signalisierte, so standen die Reichseinheit mit „Blut und Eisen“ von 1871 und die Pariser Kommune mit ihren Barrikaden gegen die deutsche und französische Kriegspartei für den Beginn der Arbeiterbewegung als Friedensbewegung. Dem „Krieg der Geknechteten gegen ihre Unterdrücker, dem einzig rechtmäßigen Krieg in der Geschichte“ konnte die Internationale Arbeiterassoziation im Juni 1871 zustimmen. Es war jedoch schon damals erkennbar geworden, dass Kriege nach innen wie außen keine Lösung der sozialen Frage bringen und dass der Gegner mit bewaffneten Aufständen kaum zu überwinden war. Es begann eine Phase des antimilitaristischen Kampfes, des Kampfes für Abrüstung. Die hauptsächliche Kampfform sollte nun der Massenstreik gegen den Krieg und für den sozialen Fortschritt sein, worüber die SPD auf ihren Parteitagen immer wieder stritt. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg waren führend an diesen Debatten beteiligt.

Erklärung von Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch zum 100. Jahrestag der Beendigung des Ersten Weltkrieges

Am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Ein Krieg, wie ihn die Menschheit bis dahin nicht gekannt hatte. Der erstmalige Einsatz von chemischen Waffen, U-Booten, Flugzeugen und Flächenbombardements zerstörte halb Europa und forderte rund 17 Millionen Tote. Ein Krieg, der die damalige gesellschaftliche Ordnung zerstörte und eine gebrochene europäische Gesellschaft hinterließ. Es folgten einschneidende Veränderungen, Revolutionen, staatliche Zusammenbrüche und Republikgründungen, das Ende der Monarchie und die Ausrufung der ersten deutschen Republik. Diese Novembertage 1918 veränderten Deutschland, Europa und die Welt grundlegend.

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.