»Kein Werben fürs Sterben«: Protest in Trier. Foto: Gabriele Senft»Kein Werben fürs Sterben«: Protest in Trier. Foto: Gabriele Senft

»Kein Tag der Bundeswehr - Krieg ist kein Volksfest« war das Motto einer überregionalen Protest­aktion am vergangenen Samstag, 11. Juni, vor der Wehrtechnischen Dienststelle der Bundeswehr in Trier. Zahlreiche Friedens­gruppen der Region protestierten den ganzen Tag mit Redebeiträgen, Musik und Theater sowie Informationsständen gegen den »Tag der Bundeswehr«.

»Kinder und Jugendliche mit Technik zu begeistern um Minderjährige für den Kriegsdienst zu rekrutieren widerspricht der UN-Kinderschutzkonvention. Unser Friedensfest stand für eine friedliche Welt ohne Kriegseinsätze für Wirtschaftsinteressen, es war ein klares Nein zu den Millionen Euro teuren Propaganda-Events für deutsche Kriegs­einsätze und neue Milliarden für die Bundeswehr«, erklärte Hermann Anell von der Kampagne »Krieg beginnt hier«, die mit dieser großen Abschluss­aktion in Trier endete. In Flugblättern wurden Besucher des Bundeswehrspektakels kritisch informiert und über die Funktion der wehrtechnischen Dienststelle für Kriegsvorbereitung aber auch die private Rüstungsindustrie und fragwürdige Waffenexporte aufgeklärt.

Zahlreiche Friedensgruppen der Region, darunter die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, die Initiative gegen Atomwaffen Büchel, die Friedensinitiative Westpfalz und das Friedensnetz Saar, präsentierten sich beim Friedensfest und warben für eine gerechte Welt ohne Militär. Bei der Grünen Jugend und den Jusos konnten Taschen mit antirassistischen und antimilitaristischen Motiven besprüht werden. Das GI-Café Kaiserslautern bot fair ge­handelten Kaffee und Kuchen an, der Weltladen Getränke und die »Volxküche« leckeres veganes Essen. »Nachbarn brachten uns Kuchenspenden, Anwohner warben für unser Friedensfest, es gab beeindruckende Musikdarbietungen wie zwei kurdische Musiker aus Syrien und ein klasse Theaterstück. Wir sind trotz Regenwetter insgesamt zufrieden – keiner kam zur WTD, ohne unsere Kritik an der Werbeshow der Bundeswehr zu sehen« freute sich Markus Pflüger von der AG Frieden Trier, der das Programm moderiert hatte.

Die Redebeiträge von Otmar Steinbicker von »Aix Paix« Aachen zum (Un)Sinn der Bundes­wehr, Dr. Elke Koller zu den aktuellen Protesten gegen neue »Die-In« gegen die Bundeswehr in Trier. Foto: Gabriele Senft»Die-In« gegen die Bundeswehr in Trier. Foto: Gabriele SenftAtomwaffen in Büchel, Pfarrer Detlev Besier von Arbeitsstelle Frieden und Umwelt Speyer zur Airbase Ramstein und den Drohnenmorden sowie Vertretern von SDAJ, Linksjugend solid und Grüne Jugend »gegen Kriegseinsätze für Märkte und Rohstoffe« sowie »gegen Bundeswehrwerbung an Schulen« sind online unter www.agf-trier.de/content/kein-tag-der-bundeswehr abrufbar

Rund 15 Friedensaktivisten der Linksjugend Solid und der SDAJ zeigten ihre Kritik am Tag der Bundeswehr zudem mit einem »Die-In« auf dem Gelände der WTD u.a. während einer Podiums­diskussion zum Thema Karriere. Sie ließen sich nicht von ihrer Protestaktion abbringen und ver­ließen das Bundeswehr-Gelände schließlich gemeinsam. »Ein wichtiges und klares Signal für eine solidarische und friedliche Welt ohne Militär, Waffenexporte und Kriege!«

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