Mittwoch, 19. September 2018
Solidaritätsanzeige

Evo MoralesUnfreiwilliger Stopp für Bolivien Präsident Evo Morales auf der Rückreise von Moskau nach Bolivien. Aufgrund von Gerüchten, der NSA-Aussteiger Edward Snowden befinde sich in der Maschine des Präsidenten, verweigerten Frankreich und Portugal dem Flugzeug die Überflugrechte. Nachdem die Maschine bereits drei Stunden in der Luft war wurde die Autorisierung für die Benutzung des Luftraums zurückgezogen, erklärte das bolivianische Außenministerium in La Paz. Damit sei das Leben von Evo Morales in Gefahr gebracht worden, kritisierte Außenminister David Choquehuanca.

 

Evo Morales hatte in Moskau an einem Gipfeltreffen der erdgasexportierenden Länder teilgenommen. Dort hält sich derzeit auch Snowden auf, der unter anderem in Bolivien Asyl beantragt hat. Vor diesem Hintergrund waren am Abend Gerüchte aufgekommen, Morales könne den Whistleblower in seinem Flugzeug mitnehmen. Das war Grund genug für Paris und Lissabon, den Luftraum für Morales zu sperren. Auch Spanien entzog den Bolivianern die Genehmigung zur Zwischenlandung auf den Kanarischen Inseln.

Vor diesem Hintergrund musste Morales außerplanmäßig in Wien landen. Sprecher der bolivianischen Regierung dankten Österreich dafür, sich im Gegensatz zu Frankreich und Portugal an die internationalen Regeln gehalten zu haben. »Portugal ist uns eine Erklärung schuldig, Frankreich ist uns eine Erklärung schuldig«, so Choquehuanca.

Edward Snowden war übrigens nicht an Bord der Maschine. Aber die Frage bleibt: Was hätte es geändert, wenn er an Bord gewesen wäre?

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