05 | 04 | 2020

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, hat die Lösung des Konflikts um die Grundrente als "einen wichtigen Schritt der Koalition zur Anerkennung der Lebensleistung vieler tausend Menschen und für mehr Fairness im Rentensystem" gewürdigt. "Wer jahrzehntelang mit niedrigem Einkommen hart gearbeitet hat, kann nun eine Rente bekommen, die oberhalb der Grundsicherung liegt. Allerdings hätten es hätten mehr als die jetzt absehbaren 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen richtigerweise verdient, von der Grundrente zu profitieren", erklärte Werneke.

"Die vorgesehene Einkommensprüfung unter Zugrundelegung von Daten der Finanzämter ist eine unnötige Komplikation und Hürde. Positiv bleibt jedoch, dass nach mehreren vergeblichen Versuchen nun endlich überhaupt eine Grundrente geschaffen wird. Positiv ist auch, dass insbesondere von Altersarmut bedrohte Frauen davon profitieren", sagte Werneke.

Kritisch wertete der Gewerkschaftsvorsitzende, dass die Einkünfte von Ehepaaren für den Anspruch auf eine Grundrente zusammengerechnet werden sollen: "Das ist Ausdruck eines antiquierten Frauenbildes - dieses wollen konservative Politiker offenbar verfestigen. Zu Recht kommt ja auch  niemand vor der Auszahlung der normalen Altersrente auf die Idee, die Zahlungen von dem Einkommen des Ehepartners abhängig zu machen", so Werneke.

Quelle:

ver.di

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