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Wirtschaft & Gewerkschaft

Die Energiewende kommt in Deutschland nur schleppend voran. „Es fehlt eine Strategie für die Energie- und Wärmeversorgung. Zentrale Bausteine dafür sind die industriepolitische Flankierung, langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen sowie eine zielgerichtete arbeitsmarktpolitische Begleitung des Strukturwandels“, sagte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, auf einer Branchenkonferenz der Gewerkschaft vor 100 Betriebsräten in Frankfurt.

Eine moderne und effiziente Energieversorgung ist auf qualifizierte und sichere Arbeitsplätze angewiesen. „Die Unternehmen müssen ihre Aus- und Weiterbildung verstärken, die Beschäftigten für zukunftsorientierte Technologien qualifizieren und eine vorausschauende Personalplanung betreiben. Investitionen sind nur erfolgreich, wenn die Kompetenzen der Beschäftigten weiterentwickelt werden“, betonte Lemb.

Wenn, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent steigen soll, setzt das mehr Windkraft und Solarenergie voraus. Unverzichtbar dafür ist, dass genügend Flächen für Wind an Land zur Verfügung stehen und der Deckel beim Ausbau der Solarenergie (52 Gigawatt-Deckel) aufgehoben wird. Ebenso muss der Ausbau intelligenter Verteilnetze und die Förderung neuer Speichertechnologien vorangetrieben werden.

Wichtige Standbeine der Energiewende sind neben der Wind-, Photovoltaik- und Solarindustrie auch die Heizungsindustrie sowie der Energieanlagen- und Kraftwerkbau. So muss der Ausbau flexibler Gaskraftwerke beschleunigt und die Modernisierungsrate bei Gebäuden auf 2 Prozent pro Jahr verdoppelt werden.

Die Verzahnung der Sektoren ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Der konventionelle Kraftwerkbau kann durch Innovationen wie durch Wärmespeicherung und Kraft-Wärme-Kopplung einen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten.

Quelle:

IG Metall

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