02 | 04 | 2020

Die Beschäftigten des Spielwarenhändlers Toys „R“ Us legen am 1. und 2. April 2016 bundesweit in 15 Filialen erneut die Arbeit nieder. Sie protestieren gegen Arbeitgeberwillkür und verlangen die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels. Toys „R“ Us verweigert bisher die Tarifbindung und versucht, Streiks mit der Zahlung von Prämien zu unterlaufen und den Gesamtbetriebsrat mit der Aufforderung zu betrieblichen Entgeltverhandlungen unter Druck zu setzen.

„Die Beschäftigten und die Betriebsräte lassen sich nicht täuschen oder spalten. Sie verlangen bessere Arbeitsbedingungen und rechtssichere Tarifverträge und keine Betriebsvereinbarungen über Entgelte, die rechtsunwirksam und leicht zu kassieren sind. Tarifverträge werden durch Gewerkschaften abgeschlossen, das sollte das Unternehmen endlich verstehen und an den Verhandlungstisch kommen. Bei Toys ‚R‘ Us muss Schluss sein mit niedrigen Löhnen und willkürlichen Entscheidungen, wer was verdient“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp.

Bei Toys „R“ Us sind unfreiwillige Teilzeit und hohe Befristungsquoten von mehr als 50 Prozent an der Tagesordnung. Für die rund 1.700 Beschäftigten gibt es kein einheitliches Vergütungssystem, ein Großteil verdient gerade mal 8,70 Euro. Laut Tarifvertrag etwa in NRW, stünden einer gelernten Verkäuferin je nach Berufsjahren ab Mai 2016, Zeitpunkt der nächsten Tariferhöhung, jedoch zwischen 10,37 und 15,15 Euro brutto in der Stunde zu. Die Auseinandersetzung bei Toys „R“ Us läuft seit dem Sommer 2015. Das Unternehmen betreibt bundesweit 65 Filialen.

Quelle: ver.di / RedGlobe

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