Samstag, 17. November 2018
Solidaritätsanzeige

Zum 80. Jahrestag der November-Pogrome 1938 gibt es in Berlin zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Wir haben eine ,sicherlich unvollständige, Auswahl davon zusammengestellt.

Leider versuchen auch Neonazis den 9. November in Berlin für ihre Anliegen zu instrumentalisieren. Unter dem Motto „Allen Opfern der Politik“ hat „Wir für Deutschland“, Organisatorin zahlreicher „Merkel muss weg“ Demonstrationen, auf den es regelmäßig zu massiven rassistischen und antisemitischen Vor- und Ausfällen kam, am 9. November um 18.30 eine Demonstration am Washingtonplatz / Hauptbahnhof angemeldet. Wir werden euch über die antifaschistischen Proteste dazu informieren.

jungewelt neuWie die Tageszeitung junge Welt heute exklusiv berichtet, kam es am Wochenende während des Wahlkampfes in Hessen zu einer Bedrohung mit einer scharfen Schusswaffe durch ein prominentes Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD).

PRO ASYL kri­ti­siert Zah­len­de­bat­te und poli­ti­sche Reak­tio­nen als absurd

PRO ASYL kri­ti­siert die Debat­te um Zurück­wei­sung von Asyl­su­chen­den an Deutsch­lands Gren­zen als absurd. Die Öffent­lich­keit und die Oppo­si­ti­on gehen fälsch­li­cher­wei­se von mini­ma­len Zah­len aus. PRO ASYL sieht die Gefahr eines Umbaus des Rechts­staats, der zunächst über ein­zel­ne Ein­zel­fäl­le erfolgt. Struk­tu­rell soll der Rechts­staat aus­ge­he­belt wer­den und ver­bind­li­ches Euro­pa­recht umgan­gen wer­den. Es ist inak­zep­ta­bel, dass die Bun­des­po­li­zei ermäch­tigt wird, an der deut­schen Gren­ze Asyl­su­chen­de zu packen, um sie nach Grie­chen­land zu ver­frach­ten, ohne dass eine sorg­fäl­ti­ge Prü­fung durch das Bun­des­amt erfolgt, ob dort ein rechts­staat­li­ches Ver­fah­ren in men­schen­wür­di­gen Ver­hält­nis­sen gege­ben ist.

Wenn man an Militarismus denkt, könnte man auf Truppenübungen oder Soldaten in Afghanistan kommen. Doch Militarismus erstreckt sich über mehr als Auslandseinsätze und die Ausbildung dafür. Man trifft diesen regelmäßig in Schulen, auf Jobmessen und im alltäglichen Leben. Militarismus bedeutet also nicht nur etwas, was sich in Kasernen oder anderen Ländern abspielt, sondern ist auch mitten unter uns.

Karl MarxNach 147 Tagen sind am Sonntag in Trier die Karl-Marx-Jubiläumsausstellungen mit rund 160.000 Museumsbesuchen zu Ende gegangen. Seit dem 5. Mai, dem 200. Geburtstag von Karl Marx, konnten sich Besucherinnen und Besucher in drei Ausstellungen an vier Standorten ein neues Bild von dem großen Denker und Philosophen machen. Wie die zahlreichen positiven Stimmen in den Gästebüchern und das Ergebnis der Besucherbefragung bestätigen, ist diese politische Aufklärungsarbeit gelungen. Insbesondere der historisch-kritische und anschauliche Zugriff auf Leben und Zeit von Karl Marx, der Abbau von Berührungsängsten, die sinnhafte Gliederung des Ausstellungsrundgangs und die klug ausgewählten Exponate wurden gelobt.

Dieser Satz des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi aus seinen Lebenserinnerungen ist immer aktuell geblieben.

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Neben anderen Ereignissen zu diesem Datum ist in diesem Jahr besonders an den 9. November 1918 zu erinnern. Mit dem Arbeiter- und Matrosenaufstand und dem Generalstreik wurde vor 100 Jahren zum Ende des 1. Weltkrieges beigetragen und durch diese Revolution brach das deutsche Kaiserreich zusammen.

Nie darf vergessen werden was in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 geschah.

In der deutschen Linken macht sich eine besorgniserregende Verweigerung von Solidarität mit Flüchtlingen breit. Ulrich Sander meint, dies liege an jenem Ungeist, der mit Donald Trumps Amtsübernahme immer mehr um sich greift und besagt: Unser Land zuerst. Er spricht sich aus für Internationalismus statt Nationalismus. Der Wortlaut seines Artikels, der jetzt in „Ossietzky“ erschienen ist, lautet:

Nationalismus oder Internationalismus.

Die EU-Hymne nach Beethovens Neunter, unterlegt mit Schillers Worten, besagt: „Alle Menschen werden Brüder.“ Warum lässt die EU dann so viele Brüder und Schwestern im Mittelmeer ertrinken?

Erinnern heißt kämpfen: Unter diesem Motto stehen die Gedenkfeiern der DGB-Jugend in Dachau und Flossenbürg, die an der Opfer der Novemberpogrome vom 9./10. November 1938 erinnern.

Die Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Dachau findet am 04.11.2018 statt. Beginn ist um 13:00 Uhr. Nach Begrüßung durch DGB-Bezirksjugendsekretär Andro Scholl am Eingang des Geländes (Tor) folgt der Gedenkweg zum Krematorium. Jugendliche stellen Biographien von Opfern des KZ Dachau vor. Die Gedenkrede am Krematorium hält Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Die Gedenkstunde schlißet mit der Kranzniederlegung für die Opfer.

Interview mit Jonas von der Uniklinik Essen zum Ausgang des Streiks

— POSITION: Wenn es um Streiks in Krankenhäusern geht, wird immer vorgeschoben, dass das gefährlich für die PatientInnen sei. In Essen wurden etwa 2000 Operationen abgesagt. Wie funktioniert der Streik an einem Krankenhaus und wie war das bei euch Azubis?

— JONAS: Natürlich geht man nicht einfach so in den Streik, weil wir nicht wie in der Industrie mal eben die Maschinen abstellen können. Vorab klärt man in einer sogenannten Notdienstvereinbarung, wie viele KollegInnen für die Notfallversorgung notwendig sind. Was die Operationen betrifft muss man klar sagen, dass nicht jede Operation lebensnotwendig ist und man sie deshalb auch verschieben kann. Bei uns Azubis gab es anfangs eine rege Beteiligung, die allerdings in der zweiten Hälfte langsam abflaute. Viele hatten Angst, Lerninhalte zu verpassen und wir glauben, dass es auch daran liegt, dass unsere Jugendstruktur es nicht immer geschafft hat, gute Angebote zu machen.

Real time web analytics, Heat map tracking

Freie Radios auf Sendung

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.