Donnerstag, 26. April 2018
Solidaritätsanzeige

Mitte Februar 2018 haben wieder mehrere hundert Neofaschisten aus Bulgarien und anderen europäischen Ländern eine öffentliche Veranstaltung in Sofia abgehalten. Sie zeigten wieder Nazi-Uniformen und faschistische Symbole. In Slogans beleidigten sie Flüchtlinge, Ausländer und türkische Minderheiten im Land.

Der Protest gegen den Marsch war in diesem Jahr sehr breit. Über 175.000 Personen unterstützten eine Online-Petition zum Verbot dieser Provokation. Unsere bulgarische Mitgliedsorganisation BAU und andere Initiativen der Zivilgeselschaft demonstrierten gegen diese Form von Geschichtsrevisionismus. Es ist ein Skandal, dass das Verbot des Aufmarsches durch die Bürgermeisterin von Sofia durch ein bulgarisches Gericht aufgehoben wurde.

firDas Russische Komitee der Veteranen äußert im Namen von 5,5 Millionen Mitgliedern der Russischen Veteranen-Union starken Protest und massive Verurteilung einer weiteren Entweihung des Denkmals für den sowjetischen Befreiersoldaten in den Bergen von Plovdiv, Bulgarien.

Der Zynismus des moralischen Abschaums der Anhänger der menschenfeindlichen Ideologie des Faschismus, Nationalsozialismus und des Rassismus geht über alle Grenzen hinaus. Die Gedenkstätten derer, die ihr Leben zur Befreiung der Menschheit von der braunen Pest gaben, die Völker der Länder Osteuropas verteidigten und befreiten, sie vor der Zerstörung, dem sklavischen Zusammenleben, der moralischen und körperlichen Demütigung retteten, werden unverschämt und trotzig beschmutzt.

Internationale Föderation der WiderstandskämpferInternationale Föderation der WiderstandskämpferAm vergangenen Wochenende tagte in der bulgarischen Hauptstadt Sofia der XVI. ordentliche Kongress der  Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR). Delegierte aus allen Teilen Europas, von Portugal bis Russland und von Dänemark bis Griechenland, zogen eine Bilanz der erfolgreichen Arbeit der vergangenen drei Jahre und beschlossen Schwerpunkte der zukünftigen Tätigkeit.

Höhepunkte seit dem letzten Kongress waren eine Festveranstaltung zum 60. Gründungsjubiläum der FIR im Juli 2011 im Alten Rathaus von Wien sowie die Verleihung des Michel-Vanderborght-Preises im Festsaal des belgischen Parlaments vor wenigen Monaten. Von großer Bedeutung war auch das Internationale Jugendtreffen »Der Zug der Tausend« im Mai 2012 in der Gedenkstätte Auschwitz, das gemeinsam mit dem Institut des Vétérans und der Auschwitz-Stiftung durchgeführt wurde. Zwei wichtige Beiträge zur Geschichtsarbeit waren die Herausgabe der »Landkarte der nazistischen Konzentrationslager und Haftstätten in Mitteleuropa« sowie die Eröffnung der Ausstellung »Antifaschistischer Widerstandskampf in Europa« im Sommer 2013 im Europaparlament in Brüssel. Beide Projekte konnten ebenfalls mit dem Institut des Vétérans realisiert werden.

Am 3. Oktober hat der Energiekonzern RWE den Zuschlag für eine 49-prozentige Beteiligung an dem umstrittenen Kernkraftwerk Belene erhalten. Der Projektstandort liegt in einer seismisch aktiven Zone (zu Deutsch: Erdbebengebiet!) im Norden Bulgariens, nur wenige Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt. Umweltorganisationen halten Belene für eines der gefährlichsten Atomkraftwerke, die derzeit in Europa in Angriff genommen werden. Sie verweisen auf die bewegte Geschichte des Vorhabens, das Anfang der achtziger Jahre konzipiert und nach dem Regierungswechsel in Bulgarien zunächst eingestampft wurde. „1983 haben selbst sowjetische Wissenschaftler vor dem Bau eines Atomkraftwerks an diesem Standort gewarnt. Schließlich ist die Region um Belene 1977 von einem starken Erdbeben erschüttert worden und nur wenige Kilometer vom geplanten AKW-Standort sind 120 Menschen umgekommen," berichtet Heffa Schücking von der Umweltorganisation urgewald. Mit dieser Investition spiele RWE „russisches Roulette mit der Gesundheit und Sicherheit von Millionen von Europäern," so Schücking.
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