Freitag, 25. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Noch knapp 21 Wochen trennen uns von den Parlamentswahlen. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Aus dem langen Sommerschlaf, in dem sich das Land ein jedes Jahr von Mitte Juli bis Anfang September üblicherweise befindet, dürfte dieses Jahr also nichts werden. Zumindest nicht in den Parteizentralen, in denen bereits seit Monaten eifrig an den Kandidatenlisten, den Wahlprogrammen und den dazu gehörenden Wahlversprechen gefeilt wird.

Es wäre keine große finanzielle Sache gewesen, aber ein wichtiges Zeichen, hätte der Differdinger Schöffenrat dem Vorschlag der KPL zugestimmt, pro Tag und pro Person 20 Liter Trinkwasser gratis an die Bevölkerung abzugeben.

Am Montag stellte der Mouvement Ecologique seinen Forderungskatalog an eine zukünftige Regierung nach den kommenden Parlamentswahlen vor. Auf etwa 80 Seiten wurden neun der Organisation wichtige Punkte zusammengefaßt, die als besonders dringend erachtet werden.

Wo die DP recht hat, hat sie recht: Nicht alle Wahlberechtigten sollten – wie vom Spitzenkandidaten der CSV zu den Chamberwahlen, Claude Wiseler, gefordert – in einem nationalen Referendum en bloc über weitere – wenn es nach Wiseler geht: Dutzende – Gemeindefusionen abstimmen dürfen, sondern allein die Bewohner der Gemeinden, deren Gemeinderat eine Zusammenlegung anstrebt. Und zwar nur dann, wenn es in jeder der beteiligten Gemeinden in einem lokalen Referendum eine eigene Mehrheit für die Fusion gibt, sollte die Initiative vom Innenministerium finanziell und logistisch unterstützt werden.

Mit einer ergreifenden Zeremonie wurde am 12. Mai 2018 auf dem Friedhof in Differdingen ein Gedenkstein für die von den Nazis nach Luxemburg verschleppten sowjetischen Zwangsarbeiter enthüllt.

Diese Woche kündigte die Holding Encevo, die sich vornehmlich aus dem Energieversorger Enovos und dem Netzbetreiber Creos zusammensetzt, einen Nettogewinn von 55,7 Millionen Euro an. Erfreulich ist auch, dass knapp 200 Millionen Euro Investitionen getätigt wurden, und dass die Ausgaben für die Erneuerung und Modernisierung der Strom- und Gastnetze auch in Zukunft hoch bleiben sollen.

Das trotz Sonderrückstellungen und Sonderabschreibungen ausgezeichnete Resultat veranlasste den Verwaltungsrat der Holding, einen größeren Teil des Nettoprofits – 24,5 von 55,7 Millionen Euro – an Dividende für die Aktionäre auszuschütten.

Verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen, so wächst notgedrungen auch das Arbeitsvolumen der Personalvertreter. Schließlich besteht deren Arbeit darin, die Interessen aller Mitarbeiter zu verteidigen. Dies sowohl in Betrieben, in denen sich die Delegationen auf einen zwischen Patronat und Gewerkschaften ausgehandelten Kollektivvertrag berufen können, als auch überall dort, wo es einen solchen Vertrag nicht gibt – was immerhin für knapp 45 Prozent aller Beschäftigten der Fall ist.

Der 200. Geburtstag von Karl Marx hat Politiker und Redakteure reihenweise vor Probleme gestellt. Sei es nun fehlenden Seiten in den Geschichtsbüchern geschuldet, oder einfach nur generell mangelnder Bildung, oder in vielen Fällen auch latentem Antikommunismus – was da alles im Zusammenhang mit dem Geburtstag des Begründers des wissenschaftlichen Sozialismus in Reden und Artikeln abgesondert wurde, spottet jeder Beschreibung. Offenbar war man davon ausgegangen, daß die Feierei, die von der SPD und deren Stiftung, von der Stadt Trier bis hin zu den Bischöflichen veranstaltet wurde, lediglich lokalen Charakter haben würde – ein bißchen Marx, ein bißchen Folklore und jede Menge Kommerz, und dann Schwamm drüber.

Die Forderung ist zwar nicht neu und sie wird auch von anderen Salariatsvertretern erhoben, der LCGB setzt sie aber immer wieder auf die Agenda: Um zu verhindern, daß Lohnabhängige im Privatsektor, die mit einer langwierigen Erkrankung zu kämpfen haben, auch noch ihren Arbeitsvertrag verlieren, fordert der Christliche Gewerkschaftsbund die Abschaffung jeglicher Befristung der Krankengeldzahlung durch die CNS, weil das Patronat das Ablaufen der Ende vergangenen Jahres auf – bestenfalls – 78 Wochen heraufgesetzten 52-Wochen-Grenze regelmäßig dazu nutzt, den Arbeitsvertrag mit dem Schwerkranken aufzuheben.Das vor über einem Jahr begonnene und seither nicht nachlassende Engagement des LCGB für einen effektiveren Schutz der im Privatsektor Schaffenden vor den mit einer längeren Erkrankung verbundenen Risiken läßt sich jedenfalls nicht allein damit erklären, daß im nächsten Jahr Sozialwahlen stattfinden.

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