Freitag, 16. November 2018
Solidaritätsanzeige

Otto Bruckner, Vorsitzender der PdA ÖsterreichsDer 51jährige Tischler und einstige KPÖ-Vorsitzende Otto Bruckner ist auf dem Gründungsparteitag der Partei der Arbeit (PdA) am Samstag in Wien zum Vorsitzenden der Organisation gewählt worden. »Politik hat in erster Linie mit der konkreten Vertretung von Interessen zu tun«, erklärte Bruckner. »Das spielt sich heutzutage vor allem hinter dem Vorhang ab: Die Drehbuchautoren der Politik sind die Banken und Konzerne. Sie bestimmen was geschieht. Vor dem Vorhang liefern sich die durch immer weniger Merkmale unterscheidbaren Parteien Scheingefechte. Das kann nur durch die Initiative von unten aufgebrochen werden. Die Menschen sollen selbst zum politischen Subjekt werden, und dabei soll die Partei der Arbeit ihnen helfen. Sie soll ein Kraftzentrum des Wissens, der Solidarität, des gesellschaftlichen Fortschritts und der Zivilcourage werden, eine Plattform für couragierte Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Alters oder ihres Geschlechts.«

 

Otto Bruckner wurde am 24. Januar 1962 in Oberwart als Kind einer Kleinbauern- und Handwerkerfamilie geboren. Seine Mutter gehört zu der in dieser Region lebenden kroatischen Gruppe der Vlasi. Geprägt wurde der junge Otto sehr durch den Beruf seines Vaters, der ein bekannter Tischler war. Auch er wurde Tischler. Als Lehrling betätigte er sich politisch in der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), in der Sozialistischen Jugend (SJ) und schließlich in der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ). Er wurde Chef der ÖGJ im Südburgenland und Mitglied des dortigen SP-Landesparteivorstandes.

Bald geriet er jedoch in Konflikt mit der Sozialdemokratie, weil diese zum Beispiel nicht gegen die  Lehrlingsschinderei in einem Hotel in Jennersdorf vorgehen wollte. Im Zuge antifaschistischer Aktivitäten kam Bruckner in Kontakt mit Aktivisten aus der Kommunistischen Jugend (KJÖ) und der Kommunistischen Partei (KPÖ), die ihn politisch beeinflusste. Bruckner verließ SJ und SPÖ und wechselte in KJÖ und KPÖ. Dort übernahm er bald wichtige Funktionen und wurde Vorsitzender der KJÖ. 1991 wurde Bruckner gemeinsam mit Margitta Kaltenegger und Julius Mende, dem Chefredakteur der KPÖ-Zeitschrift »Weg und Ziel«, Bundessprecher der KPÖ. 1993 trat er jedoch aufgrund des wachsenden Einflusses einer Rechtsfraktion um den späteren Parteichef Walter Baier von seiner Funktion zurück und machte sich als Tischler selbständig. Er blieb jedoch Mitglied der Kommunistischen Partei. Nachdem Baier 1994 zum Chef der KPÖ gewählt worden war, gehörte Bruckner zu den führenden Köpfen der parteiinternen Opposition und beteiligte sich 2004 an der Gründung der Kommunistischen Initiative, deren Vorsitzender er bald wurde. Für die linke Bündnisliste KOMintern wurde er in Wien zum Mitglied der Arbeiterkammer (AK) gewählt.

Homepage der PdA: http://www.parteiderarbeit.at/

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